«Ich bin eine Perfektionistin»

Nachgefragt

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Wenn die Schweizer Fussball-Frauennationalmannschaft heute ihre erste EM-Partie bestreitet, analysiert Nora Häuptle aus Horn das Spielgeschehen für die Zuschauer am Bildschirm. Worauf es dabei ankommt, weiss die 33-Jährige genau.

Nora Häuptle, was macht eine gute Expertin aus?

Wir müssen den Zuschauern zu Hause Information liefern, die sie sonst nicht bekommen. Damit sie nachher sagen können: Interessant, das wusste ich gar nicht.

Vor dem Fernseher fragt man sich immer: Sind die Fragen an den Experten einstudiert?

Grösstenteils nicht. Ich antworte spontan auf die Fragen des Moderators. Umso wichtiger ist es für mich, sehr gut auf die Spiele und die Liveübertragungen vorbereitet zu sein.

Wie bereiten Sie sich vor?

Ich schaue Hintergrundberichte, lese viel und verfolge die Spiele der Mannschaften. Hier hilft mir auch meine andere Rolle an der EM. Im Auftrag der Nationaltrainerin analysiere ich potenzielle Schweizer Gegnerinnen. Dabei hilft mir, wie ich bin: eine Perfektionistin.

Kämpfen Sie mit Hassmails von erbosten Zuschauern?

Bis jetzt nicht. Die Feedbacks, die bekomme, sind meistens positiv. Aber alle Internet-Foren lese ich auch nicht. Man muss sich auch selbst schützen. (don)