Hymenoscyphus-Pilz

Das Eschensterben begann in den Neunzigerjahren in Ostpolen. Dort starben Eschen, scheinbar ohne Grund. Ganze Waldbestände gingen ein. Erst 2006 gelang es, aus den abgestorbenen Eschen einen bis dahin unbekannten Pilz zu isolieren.

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Das Eschensterben begann in den Neunzigerjahren in Ostpolen. Dort starben Eschen, scheinbar ohne Grund. Ganze Waldbestände gingen ein. Erst 2006 gelang es, aus den abgestorbenen Eschen einen bis dahin unbekannten Pilz zu isolieren. Es handelt sich um eine spezielle Form des schon lange bekannten Pilzes Hymenoscyphus albidus, die den Namen Hymenoscyphus pseudoalbidus erhielt. Wieso sich dieser Pilz offenbar innert kurzer Zeit wandelte und für Eschen tödlich wurde, ist noch ein Rätsel. Einige Forscher glauben, dass der Klimawandel die Eschen geschwächt habe.

Die aggressive Pilzart verursacht seit 2008 auch in der Schweiz Schäden. Schwerer Befall ist zum Beispiel aus dem Kanton Jura bekannt. Südlich der Alpen ist Hymenoscyphus pseudoalbidus bisher noch nicht nachgewiesen worden. Dort ist nur die harmlose Form verbreitet. (tz)