Hungerbühler präsidiert Bistumsfinanzen

Die diözesane Finanzkommission des Bistums Basel hat Peter Hungerbühler zu ihrem Präsidenten gewählt. Der Thurgauische Kirchenratspräsident folgt auf den Zuger Alois Theiler, der per Ende Jahr von all seinen Ämtern zurücktritt.

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Peter Hungerbühler Präsident diözesane Finanzkommission des Bistums Basel (Archivbild: Stefan Schaufelberger)

Peter Hungerbühler Präsident diözesane Finanzkommission des Bistums Basel (Archivbild: Stefan Schaufelberger)

Die diözesane Finanzkommission des Bistums Basel hat Peter Hungerbühler zu ihrem Präsidenten gewählt. Der Thurgauische Kirchenratspräsident folgt auf den Zuger Alois Theiler, der per Ende Jahr von all seinen Ämtern zurücktritt.

In der diözesanen Finanzkommission haben sich die zehn Landeskirchen des Bistums Basel zusammengeschlossen, um miteinander die Bistumsleitung zu finanzieren. Während in Deutschland die Kirchensteuern beim Bischof eingehen und nach unten verteilt werden, fliessen diese in der Deutschschweiz zunächst an die örtlichen Kirchgemeinden. Diese bezahlen einen Teil des Steuerertrags auf die kantonalkirchliche Ebene (im Thurgau rund 18 Prozent). Diese gibt ihrerseits einen Teil an das Bistum (2 Prozent) und an die gesamtschweizerische Ebene weiter (1 Prozent). Im Bistum Basel kommen so jedes Jahr Steuergelder in der Höhe von 3,6 Millionen Franken zusammen. Durch den Spenden- und Vermögensertrag erhält das Bistum weitere 2,0 Millionen.

Rund 3,8 der insgesamt 5,6 Millionen Franken werden für die Löhne der engeren Mitarbeitenden des Bischofs verwendet. Die Finanzkommission hat das Recht, Einsicht in die Rechnung und in das Budget des Bistums zu nehmen und Fragen zu stellen. Sie regelt, welchen Anteil die Landeskirchen an den Haushalt des Bistums bezahlen. Über den Finanzhaushalt des Bistums entscheidet der Bischof allerdings allein. Da er aber vom Geld der Landeskirchen abhängig ist, muss er einen konstruktiven Dialog mit den Vertretern der Landeskirchen suchen. Aufgabe von Peter Hungerbühler wird es sein, diesen konstruktiven Dialog zu fördern. (red.)