Huggenberger-Gesellschaft bereitet Essayband vor

ISLIKON. Bei der Huggenberger-Gesellschaft denkt man schon an 2017, den 150. Geburtstag des Heimatdichters. Die Biographie soll durch einen Essayband ergänzt werden.

Pirmin Meier
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Bei der Huggenberger-Gesellschaft denkt man schon an 2017, den 150. Geburtstag des Heimatdichters. Die Biographie soll durch einen Essayband ergänzt werden. Die diesjährige Jahresversammlung der Alfred-Huggenberger-Gesellschaft im «Greuterhof» unter der Leitung von Maja Böckli gipfelte mit einem Juwel Thurgauer Heimatkunde: «Die beste Frau der Welt», ein satirischer Dialog, glänzt durch urchige Pointen.

Unwillige Männer

Das Motiv «Mann, der nicht heiraten will» und deshalb seiner Mutter Sorgen macht, scheint aktueller als auch schon. Dass man heute nicht nur später heiratet als zu Zeiten Huggenbergers, sondern Männer (und auch Frauen) oft «keinen Bock» mehr auf die Ehe zu haben scheinen, ist gesellschaftlich ebenso aktuell wie die satirische Darstellung der traditionellen Ehe.

Im vergangenen Jahr war die Auseinandersetzung um den Ersten Weltkrieg Hauptthema an einer Tagung, wo unter anderen Andreas Thürer, Sohn des Autors und Huggenberger-Freundes, auch Kritiker, Georg Thürer, über die historischen Hintergründe sprach.

Wenig bekannt ist, dass Huggenbergers Kritik an Carl Spitteler damals weitgehend geteilt wurde, weil man der Auffassung war, der zwar aktuelle Hinweis auf die Spaltung Deutsch-Welsch würde dieselbe noch verstärken. Huggenberger war in der Ostschweiz damals eher repräsentativ als Spitteler, der als elitär galt. In der Schaffhauser Helvetischen Gesellschaft weigerte man sich, Spitteler offiziell zum 70. Geburtstag zu gratulieren.

Über die Traktanden hinaus, die eine Vermögenszunahme auswiesen, galt der Ausblick dem Jahre 2017. Die als verdienstvoll eingeschätzte Huggenberger-Biographie von König/Brändle wird nicht das letzte Wort sein.

Huggenberger auf der Bühne

Angeregt wurden ein Essayband, ferner die bearbeitete Aufführung eines Huggenberger-Stücks. In Sachen Thurgauischer Heimatkunde gehört die Huggenberger-Gesellschaft zu den unverwüstlichen Institutionen. Ihre Veranstaltungen geben der Tradition des «Greuterhofs» willkommenes Profil.

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