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HÜTTWILEN: Sporthalle für ganze Region

Am Sonntag entscheiden die Stimmbürger der Sekundarschulgemeinde über einen Baukredit von 5,3 Millionen Franken. Bei einem Ja wird die kleine Turnhalle von 1968 durch einen grösseren Neubau ersetzt.
Mathias Frei
Eine Visualisierung: Sicht vom westlichen Hüttwiler Dorfeingang auf den Sporthallen-Neubau. (Bild: PD)

Eine Visualisierung: Sicht vom westlichen Hüttwiler Dorfeingang auf den Sporthallen-Neubau. (Bild: PD)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Es muss so oder so etwas gemacht werden. Kein Wunder, denn die Turnhalle Burgweg der Sekundarschulgemeinde wurde vor 49 Jahren, also 1968, in Betrieb genommen. Es stellte sich die Frage: Sanierung oder Neubau mit Mehrwert? Der Vernunftsentscheid fiel zu Gunsten des Neubaus aus. Kommenden Sonntag steht das Sporthallenprojekt nun zur Abstimmung. Die Sekundarschulbürger – also die Stimmberechtigten der Politischen Gemeinden Hüttwilen, Warth-Weiningen, Uesslingen-Buch, Herdern sowie des Pfyner Ortsteils Dettighofen – werden an die Urne gerufen.

Es geht um einen Baukredit von 5,3 Millionen Franken. «Die neue Sporthalle ist nicht nur ein Bau für die Gemeinde Hüttwilen, wo sie zu stehen kommt, sondern für die ganze Sekundarschulregion, das ganze Seebachtal», sagt Fredi Himmelberger. Er habe bezüglich der Abstimmung ein gutes Gefühl, sagt der Präsident der Sekundarschulgemeinde, weil es ein Projekt für die Vereine und die Jugend sei. Und es gehe in einem gewissen Sinne auch um Standortförderung. Mit der neuen Doppelturnhalle werde man noch attraktiver.

Nur Sanierung würde schon zwei Millionen kosten

Die Sek-Schulanlage in Hüttwilen ist in den vergangenen Jahren schrittweise saniert oder umgebaut respektive neu gebaut worden. Letzte Etappe ist nun die Turnhalle. Und da gibt es viel zu machen. Die 12 Meter auf 22 Meter grosse Halle entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen, wie Baukommissionspräsident Martin Hübscher erklärt. Denn der Kanton fordert eine Mindestgrösse von 16 Meter auf 28 Meter. Gemischter Turnsport ist nicht möglich, weil es nur einen Duschraum gibt. Das Obergeschoss (die ehemalige Hauswartswohnung) ist als Mittagstisch für die Primarschüler eine unbefriedigende Lösung. Zudem musste die Erdbebensicherheit auf den neusten Stand gebracht, die Gebäudehülle thermisch umfassend saniert werden. Weiter braucht es in Kürze eine neue Heizung. Im Untergeschoss gibt es Schutzräume für hundert Personen und eine Truppenunterkunft.

Die Baukommission der Sekundarschulgemeinde wägte ab zwischen einer Sanierung für rund zwei Millionen Franken und einem Neubau, der Zusatznutzungen zulässt – und entschied sich für letzteres. Und auch beim Neubau setzte man auf eine Kompromissgrösse, auf eine Doppelturnhalle mit den Massen 24 Meter auf 26 Meter, unterteilbar in der Mitte. Dies soll zukünftig das Problem des fehlenden zweiten Turnplatzes für die Sek lösen, die bislang auch die Primarturnhalle nutzen konnte. Für die Vereine ist die neue grosse Halle ein Mehrwert. Und die Politische Gemeinde sieht ihre Bedürfnisse befriedigt: Erhalt der Truppenunterkunft und Ausbau der Schutzraumplätze von 100 auf 200.

Nach der Versammlung wird visiert

In enger Zusammenarbeit mit der Baukommission hat der Frauenfelder Architekt einen Neubau geplant, für den die alte Halle bis auf das Untergeschoss abgerissen wird. Wichtigster Werkstoff ist Holz. «Der Einbezug dieses einheimischen Werkstoffs war uns wichtig», sagt Schulpräsident Himmelberger. Im Kopfbau der Halle befinden sich im Erdgeschoss die geschlechtergetrennten Garderoben mit Nasszellen, im Obergeschoss gibt es einen Aufenthaltsraum für den Mittagstisch sowie neu den Singsaal der Sek. Im UG finden die aufgewertete Truppenunterkunft sowie die neuen doppelt so grossen Schutzräume Platz. Bei einem Ja der Schulbürger und wenn auch die Gemeindeversammlung von politisch Hüttwilen zustimmt, soll die neue Halle im August 2018 bezugsbereit sein. «Am Tag nach der Gemeindeversammlung wollen wir die Visiere aufstellen», sagt Hübscher. Der Abbruch der alten Halle würde in den Herbstferien stattfinden.

Auch die Finanzierung ist schon gut aufgegleist. Himmelberger und Hübscher definierten von Anfang an ein Kostendach: sieben Millionen Franken, die Planungskredite schon inbegriffen. Durch den geplanten Beitrag der Politischen Gemeinde von 1,5 Millionen Franken braucht es nun noch einen 5,3-Millionen-Baukredit. Davon sind 1,3 Millionen schon in einer Vorfinanzierung vorhanden. Schulpräsident Himmelberger verspricht: «Aufgrund unserer soliden finanziellen Lage kann der Neubau ohne Steuerfusserhöhung umgesetzt werden.»

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