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HÜTTWILEN: Grünes Licht für Geeren

Das Primarschulhaus bekommt seinen dringend benötigten Erweiterungsbau. Die Finanzierung des 2,14-Millionen-Projekts machte es notwendig, den Steuerfuss um drei Prozentpunkte zu erhöhen.
Evi Biedermann
Für den Stimmzähler (rechts) war es kein Problem, das Mehr zu ermitteln. (Bild: Evi Biedermann)

Für den Stimmzähler (rechts) war es kein Problem, das Mehr zu ermitteln. (Bild: Evi Biedermann)

Evi Biedermann

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

An der ausserordentlichen Schulgemeindeversammlung vom Montag bewilligten 60 von 72 Stimmbürgern den über zwei Millionen Franken teuren Erweiterungsbau an der Westfassade des Hüttwiler Primarschulhauses Geeren. Neun Personen stimmten dagegen, drei enthielten sich. Schulpräsidentin Natascha Maier musste jedoch ziemlich lange warten, bis sie aufatmen konnte. Zudem hatte sie sich dabei einiges anzuhören.

Kritik, Wünsche und Anregungen

Konzeptlos sei die Schulbehörde vorgegangen, warf ihr ein Kritiker vor und fragte, ob man sich bei der Planung auch Gedanken über eine Nachsanierung gemacht hätte. Schliesslich sei das Schulhaus über 30 Jahre alt. «In zwei bis drei Jahren kommt der Kanton und sagt, der Altbau müsse saniert werden», begründet er seine Zweifel. Er wies auch darauf hin, dass der Neubau nicht zertifiziert werde. Gemäss des Textes in der Botschaft heisst es, dass dies erst möglich sei, wenn zukünftige Sanierungsmassnahmen der bestehenden Schulan­lage abgeschlossen sind. Der Votant fragte, ob die Kosten für künftige Sanierungen eingeplant und wo sie ersichtlich seien. Transparenz sei gefragt. Daraufhin erklärte Natascha Maier, dass die Schulbehörde in den nächsten Jahren keine Dringlichkeit sehe, das Schulhaus zu sanieren.

Einigung trotz finanzieller Belastung

An dieser Stelle mischte sich auch Hüttwilens Sekundarschulpräsident ein, jedoch mit positivem Votum: «Ich bin für das Projekt, es muss jetzt endlich vorwärts gehen», sagte Fredi Himmelberger. Im Punkt der Kostenübersicht gab er jedoch dem Kritiker recht: Der Stimmbürger brauche etwas, an das er sich halten könne. «So können wir abschätzen, was auf uns zukommt.» In einem emotionalen Wortwechsel zwischen dem Publikum, der Schulbehörde und dem Architekten Bruno Stähli wurden weitere Meinungen und Anregungen diskutiert. So lange, bis ein Stimmbürger sich erhob und meinte: «Wir sind heute wegen der Schulzimmer hier und nicht, um zu besprechen, was alles noch gemacht werden müsste.» Mit der Zustimmung zum Erweiterungsbau nahmen die Stimmbürger auch eine dreiprozentige Erhöhung des Steuerfusses in Kauf. Dieser beträgt ab 2018 65 Prozent.

Einzug im Sommer 2018

Der Erweiterungsbau drängte sich auf, weil die Gemeinde Hüttwilen in den letzten zehn Jahren um 30 Prozent gewachsen ist und parallel dazu die Schülerzahl um 32 Prozent auf aktuell total etwa 115 Kinder anstieg. Durch den Bau erhält die Schule ein zusätzliches Klassenzimmer, vier Gruppenräume und einen Lift. Dadurch wird die Nutzung der bisherigen Räume entlastet. Mit dem Bau soll es zügig vorwärts gehen. Die Baukommission traf sich gestern zu ihrer ersten Sitzung. Ziel ist, die Räume im Sommer 2018 beziehen zu können.

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