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HÜTTWILEN: Erster Schritt für neue Sporthalle

Die Stimmbürger haben am Mittwochabend ein defizitäres Budget 2017 sowie drei Kredite über insgesamt 707000 Franken angenommen. Darunter auch den Planungskredit für die Turnhalle.
Evi Biedermann
Das Kartonmodell zeigt den geplanten Sporthallen-Neubau. (Bild: PD)

Das Kartonmodell zeigt den geplanten Sporthallen-Neubau. (Bild: PD)

Evi Biedermann

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Mit den bewilligten Geldern saniert die Gemeinde Hüttwilen für 278000 Franken die Oberdorfstrasse und baut für 315000 Franken die Lussistrasse aus. 114000 Franken fliessen in das Projekt für die neue Sporthalle der Sekundarschule (unsere Zeitung berichtete).

Wie Gemeinderat Pascal Muggensturm vor der Abstimmung erklärte, handelt es sich bei der Turnhalle um einen Planungskredit. Das konkrete Projekt gelange an der Gemeindeversammlung im nächsten Mai zur Abstimmung. Die Gemeinde beteiligt sich zu einem Viertel am Planungskredit, der Kosten in der Höhe von 455000 Franken vorsieht.

Ein Sorgenkind namens Pflegeheim

Entlang der Lussistrasse wird eine Entwässerungsanlage installiert, und die heutige Kiesstrasse bekommt einen Belag. Die hohen Kosten dafür erklärte Behördenmitglied Dino Giuliani damit, dass die Lussistrasse sehr lang sei. «Wir machen keinen Luxusausbau, sondern bauen eine Strasse von 400 Metern Länge aus.» Von Gesetzes wegen musste über den gesamten Kredit abgestimmt werden, das Gemeindebudget wird jedoch nur mit 126000 Franken belastet. Der Restbetrag fällt auf die angrenzenden Liegenschaftseigentümer.

Marita Peter informierte über die weitere Zusammenarbeit mit dem Alters- und Pflegezentrum APZ Stammertal. Diese wird sich auf eine langfristige Vereinbarung konzentrieren. Die seit 2011 bestehende Vereinbarung, wonach für Bürgerinnen und Bürger von Hüttwilen die gleiche Eintrittsregelung gilt wie für jene der Zweckverbandsgemeinden, wurde gekündigt. Das war eine brandneue Information und genau das Gegenteil von dem, was in der Botschaft zur Versammlung steht. Der Grund für das kurzfristige Umdisponieren ist eine drohende Kostenexplosion. So wie es jetzt ist, muss Hüttwilen allfällige Restkosten übernehmen, die den maximalen Pflegebeitrag von 21.60 Franken pro Tag übersteigen.

Im November nun habe man aufgrund der eingegangenen Abrechnungen erkannt, dass die Kosten aus dieser Vereinbarung 2016 voraussichtlich gegen 40000 Franken betragen, erklärte die Gemeinderätin. «Damit werden wir deutlich über Budget liegen.» Da die Differenzen in den Pflegenormkosten im kommenden Jahr nochmals ansteigen, könnten abhängig von der Pflegestufe bis zu 23000 Franken pro Person und Jahr anfallen. «Diese Kosten kann die Gemeinde nicht mehr verantworten.» Deshalb führe man derzeit intensive Verhandlungen mit dem APZ Stammertal betreffend einer langfristigen Vereinbarung, erklärte Marita Peter.

Diskussion um stinkende Unterflurcontainer

Für Diskussionsstoff sorgte die geplante Einführung von Unterflurcontainern. Befürchtet wird, dass es stinkt bei den Sammelplätzen, dass ältere Leute einen zu weiten Weg dorthin haben und dazu Mühe, einen vollen Sack in den Container zu heben. Auch auf die Kosten wurde hingewiesen. Sechs Unterflurcontainer würden die Gemeinde 54000 Franken kosten. Letztlich stimmten jedoch 81 der 134 Stimmberechtigen dafür, dass der Gemeinderat ein Detailkonzept ausarbeitet. 21 waren dagegen. Das Konzept wird an der nächsten Gemeindeversammlung vorgestellt, ebenfalls wird dann der entsprechende Kredit beantragt.

Am Ende der langen Versammlung gab es ein dickes Lob für Marita Peter, Pascal Muggensturm und Dino Giuliani, die Ende Jahr aus dem Gemeinderat ausscheiden. Ihre verbleibenden Kollegen würdigten die drei mit je einer persönlichen Rückschau. Es war ein Abschied voller Anerkennung – und ein bisschen Wehmut. Auch die «Neuen» waren anwesend und stellten sich kurz vor. Mike Fritschi, Bruno Kaufmann und Andreas Wieland sind am 27. November in den Gemeinderat gewählt worden.

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