Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HÜTTLINGEN: Auch die Lehmschicht hilft nichts

Weil Schulanlage und Bahnhofstrasse in einer Schutzzone liegen, muss die Gemeinde das Oberflächenwasser separat ableiten. Die Gemeindeversammlung sagte murrend Ja zu einem Sanierungskredit.
Stefan Hilzinger
211 von 603 Stimmberechtigen nahmen an der Hüttlinger Bechtelisgemeinde teil. (Bild: Reto Martin)

211 von 603 Stimmberechtigen nahmen an der Hüttlinger Bechtelisgemeinde teil. (Bild: Reto Martin)

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Warum denn der rote Platz eine Gefahr für das Hüttlinger Trinkwasser darstelle, wollte jemand wissen. Ob es vielleicht am Abrieb der Turnschuhen liege? "Es könnte ja mal eine Dose Redbull umfallen", sagte Gemeinderat Walter Schild mit gewohntem Schalk. Die Lacher an der von einem Drittel Stimmbürger besuchten Bechtelisversammlung täuschten über den Ernst der Sache hinweg. Gut 420000 Franken will die Gemeinde in eine neue Strassenentwässerung an der Bahnhofstrasse investieren. Sie muss, denn die Strasse führt durch die um das Pumpwerk geplante Schutzzone für Grundwasser. Das eidgenössische Gewässerschutzgesetz hält fest, dass Wasser von Strassen und Plätzen dort nicht versickern darf, sondern nur ausserhalb der Zone. In Hüttlingen betriff es nebst dem Abschnitt der Bahnhofstrasse auch den Tartanplatz der Schule.

Der Kanton macht keine Ausnahmen

Der Bund schreibt vor, Kanton und Gemeinde müssen umsetzen. "Alles Reden mit den Verantwortlichen beim Amt für Umwelt und dem Departement für Bau und Umwelt hat nichts gebracht", erklärte Schild während der Diskussion. Jemand führte ein geologisches Gutachten ins Feld, das die Sicherheit des Pumpwerks garantiere. Schild bestätigte: "Die mächtige Lehmschicht lassen die Verantwortlichen nicht als Argument gelten. Sie wollen keine Ausnahme machen". Schliesslich gaben die Stimmbürger mit 146 Ja- zu 41-Nein-Stimmen bei einigen Enthaltungen grünes Licht zum Kredit. Weil sich die Schule am Projekt beteiligen wird, dürften die Nettokosten für die Gemeinde tiefer ausfallen. Ja sagten die Hüttlinger Stimmbürger dann auch zur Sanierung des Schachtes an besagtem Pumpwerk in der Höhe von 90000 Franken und zu zwei Strassensanierungen.

Kalte Schulter für Dorfzentrum Felben

In einer Konsultativabstimmung sprachen die Hüttlinger sich gegen eine Beteiligung am geplanten Dorfzentrum in Felben-Wellhausen aus. Die dortige Genossenschaft hatte angefragt, ob sich die Nachbargemeinde mit einer halben Millionen Franken beteiligen wolle. Daraus wird nun nichts. Die Haltung des Souveräns entspricht auch der Haltung des Gemeinderates.

Kritik hagelte es wegen der Schliessung des Bankomaten am Bahnhof per Ende Januar. Doch der Abbau sei wirtschaftlich notwendig. Der Apparat werde zu wenig benützt, sagte Raiffeisen-Frauenfeld-Chef Reto Inauen zum unpopulären Schritt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.