Hubmann ist Thurgauer Sportlegende

AMRISWIL. Im Pentorama in Amriswil drehte sich am Freitagabend alles um die besten Thurgauer Sportler. Den Titel Einzelsportler des Jahres holte der 400-Meter-Hürdenläufer Kariem Hussein. Erstmals wurde eine Thurgauer Sportlegende gewählt – auf dem Thron sass OL-Läufer Daniel Hubmann.

Ralf Rüthemann
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Daniel Hubmann für einmal nicht zu Fuss: Der Orientierungsläufer wurde zur ersten Thurgauer Sportlegende gewählt. (Bild: Michel Canonica)

Daniel Hubmann für einmal nicht zu Fuss: Der Orientierungsläufer wurde zur ersten Thurgauer Sportlegende gewählt. (Bild: Michel Canonica)

"Er hat Jahrgang 1998, war Festsieger am Rheintaler Oberländischen und hat grosse Oberarme." So viel hatte Moderator Tom Schnegg schon verraten, bevor Samuel Giger zu ihm auf die Bühne trat. Der junge Schwinger aus Ottoberg wurde am Freitagabend an der Thurgauer Sportlerwahl des Jahres im Pentorama zum Newcomer des Jahres gewählt. Was er mit den gewonnenen 2000 Franken machen werde, fragte Schnegg. "Ich weiss es noch nicht, bin selber etwas überrascht, dass es so viel ist", sagte Giger. "Wahrscheinlich werde ich in der Migros etwas kaufen gehen", ergänzte er und blickte hinüber zu Natalie Brägger von Migros-Kulturprozent, die das Patronat des Newcomers des Jahres übernommen haben.

Die Kunstradfahrerinnen des Radfahr-Vereins Sirnach heimsten den Preis als Mannschaft des Jahres ein. (Bild: Michel Canonica)
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Konfetti und viel Applaus für die Besten bei der Thurgauer Sportlerwahl - der Anlass fand im Pentorama in Amriswil statt. (Bild: Michel Canonica)
Orientierungsläufer Daniel Hubmann wurde als Sportlegende geehrt. (Bild: Michel Canonica)
So gelenkig müsste man sein: Eine Darbietung an der Thurgauer Sportlerwahl. (Bild: Michel Canonica)
Rollstuhl-Leichtathlet Marcel Hug wurde als zweitbester Einzelsporter des Jahres geehrt. Im Hintergrund Hürdenläufer Kariem Hussein, der als Einzelsportler des Jahres ausgezeichnet wurde, aber nicht persönlich anwesend sein konnte. (Bild: Michel Canonica)
Schwinger Samuel Giger wurde als Newcomer geehrt. (Bild: Michel Canonica)
Blick ins Amriswiler Pentorama. (Bild: Michel Canonica)
Der langjährige Sportredaktor der Thurgauer Zeitung, Ruedi Stettler, wurde ebenfalls ausgezeichnet, und zwar als Sportförderer des Jahres. Rechts TZ-Redaktionsleiter David Angst. (Bild: Michel Canonica)
Hinter den Kulissen der Sportlerwahl. (Bild: Michel Canonica)
Orientierungsläufer Daniel Hubmann wurde auf einem mobilen Thron in den Saal gefahren. (Bild: Michel Canonica)

Die Kunstradfahrerinnen des Radfahr-Vereins Sirnach heimsten den Preis als Mannschaft des Jahres ein. (Bild: Michel Canonica)

Der Einkauf dauert länger
Der Titel Einzelsportler des Jahres ging an den 400-Meter-Hürdenläufer Kariem Hussein. Er selber war zwar nicht anwesend, doch er bedankte sich über eine Videobotschaft aus Südafrika für die Wahl. Vertreten wurde er durch seine Schwester. "Viele Leute quatschen ihn auf der Strasse an, weshalb er nicht mehr so schnell vom Einkauf zurückkehrt", antwortete sie auf die Frage, was sich im vergangenen Jahr im Leben ihres Bruders verändert hat. Wie es in Husseins Liebesleben aussieht, verrät sie nicht. "Darüber muss er selber Auskunft geben." Zweiter in dieser Kategorie wurde Rollstuhlsportler Marcel Hug, der als sein grosses Ziel eine Goldmedaille an den Paralympics erwähnte. Im vergangenen Jahr gewann Hug in dieser Kategorie, damals war er allerdings nicht anwesend. "Dieses Jahr hat es nun gerade noch geklappt. Morgen fliege ich nach Dubai ins Trainingslager."

Wettkampf zwischen Brüdern
OL-Läufer Martin Hubmann erreichte den dritten Platz in der Kategorie Einzelsportler. Auch er richtete in einer Videobotschaft noch einige Worte an die Zuschauer und kündigte an, dass er mindestens so gut wie sein grosser Bruder Daniel werden will.

Ebenfalls geehrt wurde der ehemalige TZ-Sportredaktor Ruedi Stettler, der zum Sportförderer des Jahres gewählt wurde. "Ruedi hat sich während 36 Jahren enorm für die Nachwuchssportler eingesetzt", sagte TZ-Redaktionsleiter David Angst. Die minimale Distanz als Journalist habe er stets bewahrt.

Nach einer Darbietung der Gymnastikgruppe Kreuzlingen erreichte der Anlass einen weiteren Höhepunkt. Zur ersten Thurgauer Sportlegende wurde OL-Läufer Daniel Hubmann gewählt, der einen speziellen Auftritt hatte: Er wurde auf einem mobilen Thron in die Halle gestossen. Zum Stichwort Familie sagte Hubmann: "Ich bin enorm dankbar, dass mich meine Familie immer so gut unterstützt hat." Er werde sich aber Mühe geben, dass ihn sein Bruder Martin nicht überholt.

Weltmeisterinnen holen Titel
Zum Schluss standen die Thurgauer Mannschaften im Rampenlicht. Der erste Preis ging an den Kunstrad-Vierer aus Sirnach. Die vier Hinterthurgauerinnen holten im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel. "Wir haben einfach Spass an dem, was wir machen", sei das Geheimrezept für ihren Erfolg. Den zweiten Platz belegte das NLB-Unihockey-Team Floorball Thurgau, den dritten die Wasserballer des SC Kreuzlingen.

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