Home is where my Smartphone is

Die Swisscom testet in den Regionen Frauenfeld und Kreuzlingen einen neuen Dienst: Damit können Kunden nicht nur alle elektronisch gesteuerten Geräte daheim miteinander verbinden, sondern auch per Natel bedienen – vom Herd über die Stereoanlage bis zur Sonnenstore.

Inge Staub
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Im digitalen Haus lassen sich verschiedenste Geräte wie Rasensprenger, Heizung und Lichtschalter vernetzen. (Bild: fotolia, Grafik: sgt/Marion Oberhänsli)

Im digitalen Haus lassen sich verschiedenste Geräte wie Rasensprenger, Heizung und Lichtschalter vernetzen. (Bild: fotolia, Grafik: sgt/Marion Oberhänsli)

FRAUENFELD. Familie Mayer kommt nach zweiwöchigen Ferien in ihr Haus in Frauenfeld zurück. Ein Blick auf den Bildschirm an der Garderobe zeigt: Sämtliche Geräte funktionieren einwandfrei, die automatische Lüftung hat ihren Betrieb aufgenommen und im Hintergrund läuft der Lieblingssong zur Begrüssung. Vernetztes Haus oder «Media at home» heissen die Zauberwörter.

Filme und Musik

So ist heute möglich, in jedem Zimmer der Wohnung ein Home Office einzurichten. Herzstück des technologischen Systems ist ein Netzwerk, das zum Beispiel auch auf Alarmanlage und Rauchmelder zugreift und die Bewohner im Notfall per SMS benachrichtigt. Im Multimedia-System sind DVD-Filme, das Musik- und Fotoarchiv oder TV-Aufnahmen zu finden.

Da der digitale Komfort immer komplexer wird, benötigt der eine oder andere Hilfe bei der Installation neuer Geräte oder der Vernetzung der technologischen Ausstattung. Diese Hilfe bietet nun die Swisscom mit ihrem Pilotprojekt «My Service» an. Der Dienst wird in den Regionen Kreuzlingen, Frauenfeld, Winterthur und Schaffhausen, getestet. Er soll im Sommer 2014 abgeschlossen sein. «Wir wollen mit diesem Pilotprojekt herausfinden, ob die Kunden Interesse an einem solchen Dienst haben», sagt Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze.

Dass gerade Kunden in Kreuzlingen und Frauenfeld in den Genuss des neuen Angebots kommen, begründet Schulze mit der in diesen Regionen vorhandenen Logistik des Unternehmens und der guten Mischung aus Stadt- und Landbewohnern.

Das Projekt richtet sich an Privat- und KMU-Kunden von Swisscom, kann aber auch von Personen genutzt werden, die keine Kunden des Telekommunikationskonzerns sind. Was erhalten Frauenfelder und Kreuzlinger mit «My Service» konkret? Der Dienst beinhaltet gezielte Beratung, Installation und Optimierung von technischen Geräten, Software und Netzwerk sowie Hilfe bei allen technischen Problemen durch Swisscom Experten. Unterstützt werden alle Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte wie Computer, Tablets, Mobiltelefone, Fernseher oder Drucker inklusive deren Anwendungen. Die Experten helfen auch bei Computerproblemen, unterstützen bei der Nutzung von Social Media und beraten bei der Heimvernetzung. Gerade letztere wird immer mehr zur Knacknuss. «Bei der Vielfältigkeit der Geräte, die vernetzt werden können, ist es für den Laien nicht mehr einfach, selbst ein Netzwerk aufzubauen», sagt Olaf Schulze. «Wollen die Kunden auf mehrere Computer im Haus zugreifen, wird die Vernetzung schon komplex.»

So sicher wie möglich

Personen oder Firmen, die am Pilotprojekt teilnehmen, erhalten auch Hilfe und Beratung bei der Sicherheit ihrer Netze. «Wir kümmern uns darum, dass das Netz mit den vorhandenen Möglichkeiten so sicher wie möglich ist», betont Olaf Schulze. Absolute Sicherheit kann die Swisscom jedoch nicht garantieren. Mittlerweile konfigurieren Hersteller ihre Geräte so, dass diese Daten an den Hersteller übermitteln. So können intelligente Kühlschränke die Einkaufslisten, die sie erstellen, auch an den Hersteller senden.

Für ihre Dienste verlangen die Swisscom-Experten 15 oder 65 Franken monatlich. Für 65 Franken helfen sie vor Ort. Günstiger ist die telefonische Beratung.

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