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HOMBURG: Im Einsatz für die Kleinsten

In Schulen des ruralen Laos fehlt es an Spielsachen und Toiletten. Ein Verein vom Seerücken kämpft dagegen an.
Der Kindergarten von Phon Hom. (Bild: PD)

Der Kindergarten von Phon Hom. (Bild: PD)

Ein schönes, geräumiges Schulhaus, einladende Klassenzimmer, hervorragendes Schulmaterial und gut ausgebildete Lehrkräfte: In der Schweiz sind solche Dinge selbstverständlich. Für die Schülerinnen und Schüler in Laos sieht die Realität jedoch oftmals ganz anders aus. Das haben Lukas und Bettina Gasser aus Steckborn und ihre beiden Kinder kürzlich am eigenen Leib erfahren. Auf ihrer Reise durch den gebirgigen Norden von Laos hat die Familie im Auftrag von «Education for life» Schulen besucht, um die Bildungsprojekte der Organisation zu begutachten.

Undichte Schulen und keine Toiletten

Für die Gassers ist klar: Es fehlt an allen Ecken und Enden. «Am meisten beeindruckt hat unsere Kinder wohl der Kindergarten von Phon Hom, der – ausser ein paar Reismatten – völlig kahl war», sagt Bettina Gasser. Die Kindergärtner sassen am Boden, und es gab weder Spielsachen noch Stifte oder Bastelmaterial. «Da wurde ihnen klar, wie verwöhnt sie zu Hause doch sind», erzählt Gasser. Eine andere Schule, die sie besuchten, hatte keine Toilette. Zudem findet in der Regenzeit kein Unterricht statt, da das Schulhaus undicht ist. Viele dieser abgelegenen Dörfer, welche oft nur zu Fuss erreichbar sind und von verschiedenen ethnischen Minderheiten bewohnt werden, erhalten von der Regierung keine oder zu wenig Unterstützung.

«Education for life» sieht die Schulbildung als Basis der Entwicklungshilfe und setzt deshalb dort an. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Homburg wurde 2012 gegründet. Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Projektleitern werde sichergestellt, dass das Geld direkt bei denjenigen ankomme, die es wirklich brauchten, heisst es bei der Organisation.

Unterstützt würden bewusst kleine Projekte. Es seien Kleinigkeiten, die oft grosse Wirkung erzielten: wie ein Brunnen, damit sich die Kinder waschen können, Zahnbürsten und -pasten für die Mundhygiene oder Schulbücher, damit die Schülerinnen und Schüler damit lernen können. Noch immer sind rund die Hälfte der laotischen Bevölkerung Analphabeten. (red)

www.education-for-life.ch

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