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HÖRHAUSEN: Kunst und Nüsse folgen auf Ski

Die Zeiten von Ski-Gubler sind definitiv vorbei. Dort, wo das Familienunternehmen vor 50 Jahren noch Holzski fertigte, steht heute Kunst. Und bald soll darin ein Nussverarbeitungszentrum entstehen.
Margrith Pfister-Kübler
Künstler Ueli Blaser vor seinem Werk «Weltkugel» und die Geschwister Maya und Heini Gubler. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Künstler Ueli Blaser vor seinem Werk «Weltkugel» und die Geschwister Maya und Heini Gubler. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Margrith Pfister-Kübler

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Schon länger pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Die Liegenschaft der Ski-Gubler AG in Hörhausen steht zum Verkauf. Die Geschwister Maya Gubler und Heini Gubler der Ski-Gubler AG nehmen damit Abschied von einer Familientradition. «Die Zeiten ändern sich», so Heini ­Gubler und skizziert die Gründe für die Wendewinkel, die zur Aufgabe der Firma Ski-Gubler im ­Februar 2015 führte (unsere Zeitung berichtete).

Vorbei sind die «goldigen 60er- und 70er-Jahre», wo das Ski-Geschäft florierte, wo Ski-Gubler ein Zielort der Wintersportbranche in der Ostschweiz war. Vorbei die Zeiten, wo der Urgrossvater Heinrich Gubler ab 1875 Leitern herstellte und später den ersten Holzski. Und wo ab 1952 Vater Heinrich Gubler, ebenfalls gelernter Wagner, das Geschäft weiter vorantrieb. «Im Haus wurde immer wieder angebaut, je nach Bedarf, irgendwie labyrinthmässig. Wir waren ja auch führend in der Wintersportmode», sagt Maya Gubler und weist auf ein System von Räumen, Treppen und Nischen, die in zahlreiche Richtungen locken.

Kunstwerke von Ueli Blaser und Ernst Christen

Jetzt ist auf zwei Etagen eine Kunstausstellung installiert worden, die übernächsten Samstag, 29. April, um 16 Uhr eröffnet wird – mit dem Titel «Eine Reise in das Wunderland der Kreativität».Skulpturen und Kunstbilder von Ueli Blaser aus Steckborn und Werke vom «Holzbengel» Ernst Christen werden gezeigt. Der Steckborner Ueli Blaser war vor seiner Pensionierung Produktionsleiter in der mechanischen Fertigung der Bernina. Das Gespür für Feinheiten lassen Rückschlüsse auf seinen erlernten Beruf als Feinmechaniker zu. Er spielte Gitarre, Klarinette und Schwyzerörgeli. Auch dies fliesst in seine Werke ein, selbst Textiles zeigt sich charmant umgesetzt.

Die Beliebtheit des Kunstschreiners und Malers Christen, der auch im Hüttwiler Höhlenhaus von Edi Gander künstlerische Akzente setzte, sichere zusätzlich einen charmanten Auftritt in Hörhausen, ist Maya Gubler überzeugt.

Mitten in der Zukunftsplanung

Konsequent hat Heini Gubler zuletzt die Nussbaumkulturen vorangetrieben. Man redet von ihm als Nusspapst. Für reichlich Power sorgten die Nusstage. «Ich bin mit den Nussbaumkulturen voll ausgelastet», erklärt der Nuss­experte und Berater für den Nussanbau für Feld und Forst. Nussbaum boomt, die Nussbaumschule auch. Auch Sohn Christof, Agronom-Ingenieur an der ETH, setzt konsequent und mit Familientreue auf Hörhausen. «Wir planen ein Nussverarbeitungszentrum in Hörhausen», lässt Heini Gubler die ­Katze aus dem Sack. Noch ist alles in Planung. «Der Standort ist ideal», ordnet Heini Gubler die Situation ein. Wegen Lärmimmissionen muss alles exakt abgeklärt werden. Es liegen viele Arbeitsschritte an: waschen, aussortieren, nach Grössen kalibrieren. «Aussortieren ist Handarbeit», vermittelt Heini Gubler die Details. Dazu benötigt es auch ein Trockensilo.

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