HÖRHAUSEN: Feiern bis in die Morgenstunden

Schnee liegt auf dem Seerücken noch keiner, und doch öffnet die Schneebar bald wieder ihre Türen – zum zweiten Mal in der Deponie Aspi. Am Stephanstag geht die erste von sieben Feten über die Bühne.

Samuel Koch
Drucken
Teilen
Das Schneebar-OK bei den letzten Vorbereitungen: Christian Stäheli, Damian Maier, Philipp Frei, Janis Lüthi, Fabian Leibacher, Ueli Notz und Samuel Schneider. (Bild: Andrea Stalder)

Das Schneebar-OK bei den letzten Vorbereitungen: Christian Stäheli, Damian Maier, Philipp Frei, Janis Lüthi, Fabian Leibacher, Ueli Notz und Samuel Schneider. (Bild: Andrea Stalder)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Nebst dem Schnee fehlt nur noch der letzte Schliff. Für die Feinarbeiten hat das OK aber noch ein bisschen Zeit. Denn die Eröffnung der diesjährigen Schneebar – dem grössten Fest auf dem Seerücken – steht erst in ein paar Tagen vor der Tür. Ob Frau Holle bis dann noch die weisse Pracht ausschüttelt, wird sich zeigen.

Im grossen Festzelt riecht es nach Holz, die Akkuschreiber sind im Hochbetrieb. Die Bar, die Bühne, aber auch der DJ-Pult stehen grosso modo. Noch ist es aber kalt im Zelt, das seit einigen Tagen in der Kiesgrube Aspi zwischen Hörhausen und Hörstetten steht. «Wir organisieren das Fest jetzt zum zweiten Mal hier», sagt OK-Präsident Philipp Frei. Nach mehreren Jahren beim «Freihof» hat aber nicht nur der Standort gewechselt, sondern auch das ganze OK. So haben Frei und sein insgesamt neunköpfiges Team die Tradition der Vorgänger übernommen und weitergeführt. «Die Party hat sich bewährt und ist vielerorts bekannt», sagt Frei.

Synergien aus verschiedenen Berufen

Insgesamt baut das OK die Schneebar eine Woche lang auf, eine Woche ist Partybetrieb und danach wird während einer Woche wieder abgebaut. Dafür geben alle drei Wochen Ferien her. Von Stress will Frei aber nichts wissen. «Viele von uns haben in der Weihnachtszeit sowieso frei, dann organisieren wir eben gerne und stellen etwas auf die Beine», sagt er. Es mache Spass, und während der Partyzeit versuchen sie auch, es etwas zu geniessen. «Es bleibt aber auch dann Hochbetrieb, weil immer irgendwo etwas fehlt», meint Frei.

Beim Aufbau bündeln er und sein Team viel Know-how aus verschiedenen Berufen, so sei ein OK-Mitglied Stromer, jemand Zimmermann und ein anderer Metallbauer – zwei Drittel sind Freunde aus alten Hörhauser Zeiten. Frei betont aber auch, dass es viel braucht, um die Schneebar «richtig» durchzuführen: «Wir sind auf viel Goodwill der Landbesitzer und der Gemeinde betreffend Bewilligung angewiesen sowie auch auf viele Helfer.» ­Alleine für den Betrieb brauchten sie im vergangenen Jahr rund 150 Helferinnen und Helfer. Für heuer seien sie auf gutem Weg.

Vom diesjährigen Programm verspricht sich Frei viel. «Dass wir die Seerugge Feger gewinnen konnten, ist super», sagt er. Und auch so lässt sich das Programm mit drei Abenden mit Livemusik sehen (siehe Infokasten). Dass die weisse Pracht passend zum Namen der Bar noch fehlt, kümmert Frei nicht gross: «Das können wir sowieso nicht beeinflussen.»

Budget bleibt ein Geheimnis

Sein OK-Team rechnet jeden Abend mit bis zu 1000 Besuchern. Fürs Portemonnaie schuftet, bohrt und nagelt es aber nicht, obwohl Frei nicht über konkrete Zahlen sprechen will. Die Organisation der Schneebar gleiche einem Nullsummenspiel, mehr verrät er nicht. Das OK investiert unzählige Arbeitsstunden, «aber fürs Geld machen wir das sicher nicht», sagt er. Der Reiz liege vielmehr darin, zusammen etwas zu erreichen und viele Leute kennen zu lernen. «Wir haben bisher nur positive Erfahrungen gemacht», sagt etwa Janis Lüthi. «Und für einen kleinen Ausflug als Belohnung reicht es dann meistens doch noch knapp», sagt Frei.

Im Innern des Festzelts steht beinahe alles bereit. «Jetzt braucht es rundherum noch überall Absperrgitter für die Sicherheit», sagt Frei. Sie seien aber gut im Zeitplan. Und so wird es im Festzelt schon bald warm, wenn die Heizungsanlage in Betrieb geht. Dann können die Partys in der Schneebar losgehen, bis tief in die Morgenstunden.