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HÖRHAUSEN: Die Kunst, das Glück zu packen

Viel Applaus gab’s am Donnerstag in der Mehrzweckhalle für das Konzert der Brass Band Musikgesellschaft. Als Ersatzdirigent musste Andreas Koller einspringen.
Die Brass Band Musikgesellschaft Hörhausen in Aktion – und für einmal unter der Leitung von Dirigent Andreas Koller. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Brass Band Musikgesellschaft Hörhausen in Aktion – und für einmal unter der Leitung von Dirigent Andreas Koller. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Was tun, wenn der Dirigent fehlt, obwohl die Premiere des Unterhaltungsabends ansteht? Dirigent Roger Wellauer blieb als Pilot eines Flugzeugs wegen eines technischen Schadens in Ägypten am Boden. «Bei uns liefen die Drähte heiss, bis wir Dirigent Andreas Koller auf der Matte hatten», sagte Präsident Daniel Kurz. Koller ist in der Ostschweizer Musikszene bestens bekannt.

Die Hörhauser Brass Band hatte für ihre Unterhaltung das Motto «Glück» gewählt und gleich allen Besuchern Glücks-Schoggi verteilt. Und was für ein tolles Bühnenbild mit Glücksklee. Der Empfangsapplaus galt auch der Flexibilität des Ersatzdirigenten Andreas Koller. Dieser sprang auf die Bühne, gross, schlank, dynamisch. Optisch nicht weit entfernt von Dirigent Wellauer. Monika Signer führte informativ durchs Programm. Und die Brass Band gab alles, vom ersten Stück an– «Brass Intrada» über «Thyellene» bis zu Ohrwürmern wie «Ramseiers wei go grase». Das Publikum liess sich mitreissen, applaudierte für die Solisten, für den Dirigenten Koller. Zwischendurch schwenkte die Aufmerksamkeit auf den Nachwuchs. Die sieben Jüngsten durften mit den Grossen mitspielen. Einfach eine Wucht.

Im zweiten Teil des Programms fühlte man sich nebst der Musik abwechselnd in Komik, verrückte Schauspielszenen, Weltreise und Klamauk versetzt. Allen voran Anja Scheifele. Als schräges Girl Lotti, ein Komikertalent, und deren Team zogen sie mit Spielfreude das Publikum in ihren Bann. Die Brass Band kam flott verkleidet, vom Schottenröckli bis zum Witzgwändli, um sich laut bis leise auszutoben.

Dirigent Koller führte durch alle musikalischen Klippen von «Artic Funk», «Dublin Pictures» oder «Mamma Mia». Die Brass Band verstand es einmal mehr voll zu begeistern. Nach Zugaben wurde gerufen: Boogie-Woogie und dann der Brass-Band-Marsch. Die Stimmung krachte fast aus den Fugen, ein Feuerwerk krachte wirklich. Dekan Arno Stöckle und seine Frau Ute aus Mammern, die gerade ihre Tombolagewinne wegtrugen, brachten es auf den Punkt: «Diese Brass Band ist wirklich einzigartig.» Halt eine Blechmusik für alle Lebenslagen.

Weitere Aufführungen: heute Samstag, 20 Uhr; morgen Sonntag, 14 Uhr.

Margrith Pfister-Kübler

unterseerhein

@thurgauerzeitung.ch

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