Höhere Abzüge zu Fremdbetreuung nicht verkraftbar

FRAUENFELD.

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FRAUENFELD. Was den Fremdbetreuungsabzug betreffe, sei der Kanton Thurgau im Vergleich wenig familienfreundlich, sind Turi Schallenberg (SP, Bürglen), alt Kantonsrat Thomas Merz (CVP, Weinfelden) und Sara Wüger (GP, Hüttwilen) in ihrer Interpellation «Fremdbetreuungsabzug im Steuergesetz» der Meinung. Aktuell können bis zu 4000 Franken vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. In seiner Antwort rechnet der Regierungsrat vor, dass eine Erhöhung des Maximalabzugs aufgrund des Steuerausfalls vor dem Hintergrund der finanzpolitischen Aussichten des Kantons in den nächsten Jahren nicht verkraftbar sei. Aktuell nimmt der Kanton durch diesen Abzug jährlich 3,8 Millionen Franken nicht ein. Bei 8000 Franken Maximalabzug wären Mindereinnahmen von etwa 5,1 Millionen zu konstatieren, bei 12 000 Franken wären es voraussichtlich 6,4 Millionen weniger. Wie der Regierungsrat schreibt, beansprucht heute nur ein Fünftel der Anspruchsberechtigten den Maximalabzug von 4000 Franken. Deshalb würden bei einer Erhöhung die Mindereinnahmen nicht linear steigen. (ma)