Hochleistungs-Komposthaufen als Stall

Das System des Kompostierungsstalls basiert auf der mikrobiellen Zersetzung von organischem Material unter Lufteinfluss durch Bakterien und Pilze. Als Kohlenstoff-Quelle dient der Einstreu, in diesem Fall Sägespäne. Der Stickstoff stammt aus dem Kot und Urin der Kühe.

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Das System des Kompostierungsstalls basiert auf der mikrobiellen Zersetzung von organischem Material unter Lufteinfluss durch Bakterien und Pilze. Als Kohlenstoff-Quelle dient der Einstreu, in diesem Fall Sägespäne. Der Stickstoff stammt aus dem Kot und Urin der Kühe. Ein 10:1-Verhältnis zwischen Kohlenstoff und Stickstoff ist für eine optimale Humusqualität anzustreben. Durch den mikrobiellen Prozess entsteht Wärme, welche einerseits Flüssigkeit verdunsten lässt und damit für eine trockene Oberfläche sorgt. Andererseits werden unerwünschte Bakterien eliminiert. Direkt über dem Stallboden ist mit bis 65 Grad zu rechnen. Im mittleren Einstreu-Drittel wird es 40 bis 50 Grad warm, oben 30 bis 40 Grad. Ställe mit Komposteinstreu gibt es in der Schweiz schon, neu ist der Kompostierungsprozess. Das System stammt aus dem Israel der 1970er-Jahre, kam vor fünf Jahren nach Mitteleuropa. (ma)