Hitzesommer: Zu wenig Wasser für Fische und Schiffe

Ab Juli sinkt der Pegel des Bodensees drastisch. Der Sommer 2015 verwöhnt mit reichlich Sonne und Hitze. Doch im Untersee und Rhein haben die Äschen einen schweren Stand. Das Wasser ist zu warm für die Fische.

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Das Ufer der Insel Werd bleibt zunehmend trocken. (Bild: Gudrun Enders)

Das Ufer der Insel Werd bleibt zunehmend trocken. (Bild: Gudrun Enders)

Ab Juli sinkt der Pegel des Bodensees drastisch. Der Sommer 2015 verwöhnt mit reichlich Sonne und Hitze. Doch im Untersee und Rhein haben die Äschen einen schweren Stand. Das Wasser ist zu warm für die Fische. Vorsorglich baggert die kantonale Jagd- und Fischereiverwaltung Buchten aus, so dass verstärkt kühles Wasser aus den Bächen einströmen kann. Zusätzlich greifen die Massnahmen, die nach dem Hitzesommer 2003 verwirklicht worden waren. Damals starben fast alle Äschen im Hochrhein, ihnen wurde es zu heiss.

Nun zeigt sich, dass man dazugelernt hat: Im Sommer 2015 führen die wichtigen Zuflüsse des Hochrheins mehr Wasser als 2003, weil inzwischen die Bewässerungsanlagen für die Landwirtschaft verlegt wurden. Und so kamen die Äschen noch mal davon.

Es trifft Kapitäne und Bauern

Die Weisse Flotte hat ab August zu wenig Wasser unterm Kiel, so dass die Strecke zwischen Diessenhofen und Stein am Rhein nicht mehr befahren werden kann. Es handelt sich um den landschaftlich schönsten Streckenabschnitt, so dass viele Gruppen trotz Alternativangeboten lieber verzichten. Die Fahrt im Ersatzbus bietet kein vergleichbares Erlebnis. Zum Glück verläuft die Saison nicht so schlimm wie im Jahr 2003, als die Schiffe sogar den Seerhein bis Kreuzlingen nicht mehr befahren konnten.

Den Landwirten ergeht es im heissen Sommer nicht viel besser als der Weissen Flotte. Selbst wenn sie über eine künstliche Bewässerung verfügen, machen die meisten Kulturen bei Temperaturen über 30 Grad doch schlapp. (end)

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