Hirnschlag: Zeichen erkennen, Folgen behandeln

Gesundheit In einer Publikumsveranstaltung erklärten Dr. Claudia Baum von der Rehaklinik Zihlschlacht und Dr. Ludwig Schelosky vom Kantonsspital Münsterlingen (KSM), welche Anzeichen für einen Hirnschlag sprechen und was dann zu tun ist.

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Gesundheit In einer Publikumsveranstaltung erklärten Dr. Claudia Baum von der Rehaklinik Zihlschlacht und Dr. Ludwig Schelosky vom Kantonsspital Münsterlingen (KSM), welche Anzeichen für einen Hirnschlag sprechen und was dann zu tun ist. In der Pause konnten die Besucher Blutdruck und Blutzucker messen lassen, zwei wichtige Risikofaktoren für Hirnschlag, schreibt die Spital Thurgau AG in einer Mitteilung.

Anzeichen eines Hirnschlags

16 000 Menschen würden jährlich in der Schweiz einen Hirnschlag erleiden. Er sei die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. «Die Behandlung des Hirnschlags ist ein Wettlauf mit der Zeit», erklärte Dr. Ludwig Schelosky, Leitender Arzt der Stroke Unit, einer zertifizierten Schlaganfall-Spezialstation am Kantonsspital Münsterlingen. Jeder sollte die Anzeichen eines Hirnschlags kennen, so die Botschaft.

Bei einem Hirnschlag werde ein Teil des Gehirns nicht mehr mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Nervenzellen sterben bereits nach vier Minuten ohne Blutversorgung ab. Wichtige Funktionen wie Bewegung und Sprache könnten dadurch verloren gehen. Um diesen Prozess stoppen zu können, müsse der Patient so schnell wie möglich in die Notaufnahme eines Krankenhauses mit einer Stroke Unit. «Bei Hirnschlag-Verdacht nicht abwarten, nichts zu trinken geben, ohne Verzögerung die 144 anrufen oder den Betroffenen selbst ins Spital fahren», erklärte Dr. Schelosky.

Fünf Minuten schneller, zwei Wochen gewinnen

Das häufigste Symptom eines Schlaganfalls sei die plötzlich einsetzende Lähmung einer Körperseite. Hinzu kämen Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Schwindel mit Gangunsicherheit oder ein extrem starker, vorher nicht gekannter Kopfschmerz. «Fünf Minuten schneller im Spital bedeutet zwei Wochen weniger Rehabilitation.» (red.)

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