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Hermann Lei in den Fängen der Justiz

FRAUENFELD. Der Druck auf den Thurgauer SVP-Kantonsrat Hermann Lei steigt. Er hat der Staatsanwaltschaft Red und Antwort stehen müssen. Der Grund: Sein Handeln in der Affäre um den zurückgetretenen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand.
Daniel Walt
Spielte Blocher die Informationen über Hildebrand zu: Hermann Lei. (Bild: Reto Martin/Archiv)

Spielte Blocher die Informationen über Hildebrand zu: Hermann Lei. (Bild: Reto Martin/Archiv)

SVP-Kantonsrat Hermann Lei steht unter Druck. Am Mittwoch forderten Mitglieder des Grossen Rates wegen seiner Rolle in der Affäre um Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand seinen Rückzug aus der Justizkommission. Einige Parlamentarier verliessen gar demonstrativ den Saal, als Lei sich zu einem Geschäft äussern wollte. Nun wird Lei zunehmend auch von der Justiz bedrängt.

Verdacht auf Verletzung des Bankgeheimnisses
Wie die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft am Freitagnachmittag nach diversen Berichten von Online-Portalen bestätigte, hat sie ein Strafverfahren gegen Hermann Lei eingeleitet. Ihm wird die Verletzung des Bank- sowie des Berufsgeheimnisses vorgeworfen. Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft auch gegen den Zürcher Kantonsrat Claudio Schmid, der ebenfalls in den Fall Hildebrand verwickelt ist. «Im Rahmen der heute eingeleiteten Strafverfahren haben diverse Hausdurchsuchungen und erste Befragungen der beschuldigten Personen stattgefunden», teilt die Staatsanwaltschaft mit. Festnahmen seien nicht erfolgt.

Lei kooperativ
Auf «Blick online» lässt sich Hermann Leis Anwalt Valentin Landmann mit den Worten zitieren, die Aussage seines Mandanten sei geradlinig und klar gewesen. Lei will mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten und alles offenlegen. Informationen, wonach auch SVP-Vizepräsident Christoph Blocher in der Sache befragt worden ist, bestätigt die Oberstaatsanwaltschaft: «Im Rahmen der Strafuntersuchung gegen den ehemaligen IT-Mitarbeiter ist heute zur Klärung der Umstände der Datenweitergabe auch Nationalrat Christoph Blocher als Auskunftsperson von der Staatsanwaltschaft befragt worden», teilt sie mit.

Schlüsselfigur im Skandal
Hermann Lei ist eine der zentralen Figuren in der Affäre Hildebrand. Ein Angestellter der Hausbank Hildebrands hatte dem ihm persönlich bekannten Anwalt und Thurgauer Kantonsrat brisante Kontounterlagen Hildebrands zugespielt. Lei schaltete daraufhin SVP-Vizepräsident Christoph Blocher und die «Weltwoche» ein - letzteres laut dem Bankangestellten gegen seinen Willen. Anfang Woche trat Philipp Hildebrand aufgrund des Drucks wegen der umstrittenen Devisengeschäfte auf seinem Privatkonto zurück. Erneuten Wirbel um Lei gab es, als er zu einer «10 vor 10»-Journalistin mehrfach den Satz «I seich id Hose» sagte, als er vor laufender Kamera von Hildebrands Rücktritt erfuhr.

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