«Hermann Hess ist eine gute Wahl»

«Who-is-who»-Party im Schloss Hagenwil: Die Thurgauer Zeitung feiert 100 Thurgauer, die 2015 besonders aufgefallen sind. Hermann Hess, der Thurgauer des Jahres, war zuerst etwas skeptisch. Lina Button begeistert alle mit ihren gefühlvollen Songs.

Ida Sandl
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Nina van Rooijen, Autorin Tanja Kummer, Stilpapst Jeroen van Rooijen. (Bild: Andrea Stalder)

Nina van Rooijen, Autorin Tanja Kummer, Stilpapst Jeroen van Rooijen. (Bild: Andrea Stalder)

HAGENWIL. Er hätte sogar zu Fuss kommen können: Hermann Hess, der Thurgauer des Jahres, wohnt nur 20 Minuten entfernt von Schloss Hagenwil. Hier feierte die Thurgauer Zeitung 100 Persönlichkeiten, die in diesem Jahr besonders aufgefallen sind. Zur «Who-is-who»-Party am Donnerstagabend kamen rund 130 geladene Gäste.

Und was ist die Steigerung eines Thurgauers? «Ein Oberthurgauer», witzelte Hermann Hess, als TZ-Redaktionsleiter David Angst ihn zur Ehrung als Thurgauer des Jahres auf die Bühne holte. Bei aller Freude sei er zuerst etwas skeptisch gewesen, bekannte Hess. Nach der Wahl in den Nationalrat, der Feier in Amriswil, und da auch noch seine Bodensee Schifffahrt zur Oberthurgauerin des Jahres gekürt wurde (Hess ist Hauptaktionär), habe er gedacht: «Das ist nun fast eine Überdosis Hess.»

«Hess ist eine gute Wahl», fand dagegen ein anderer Amriswiler, ISA CEO Andreas Sallmann. Er selbst war zwar verhindert, liess dem Geehrten aber ISA-Unterhosen überreichen.

Lückenlos dabei

Die beiden Unternehmer haben es schon zum viertenmal ins «Who is who» geschafft. Ebenso wie Nicolas Senn, der Thurgauer des Jahres 2012. Der Moderator und Hackbrettspieler reiste aus dem verschneiten Appenzell an und war erstaunt. «Ich bin vom Winter zurück in den Herbst gekehrt.» Er komme gern zum «Who is who», sagte Senn. Auch weil er hier Kollegen treffe. Reto Scherrer zum Beispiel, ebenfalls Moderator und auch lückenlos im Magazin vertreten. «Reto wird sicher auch noch Thurgauer des Jahres», meinte David Angst schmunzelnd. «Darauf warte ich schon lange», konterte Scherrer schlagfertig.

Was die Präsenz in den Medien betrifft, schwingt einer obenaus: Hausi Leutenegger. Der Unternehmer kam in Begleitung des Schwingers Stefan Burkhalter. Für Hausi Leutenegger lagen dieses Jahr Freud und Leid eng beisammen. Persönlich scheint ihm alles zu gelingen, was er anpackt. Doch der Tod seines geliebten Bruders Hugo überschattete das Jahr.

Bandleader Pepe Lienhard schaute trotz vollen Terminkalenders in Hagenwil vorbei. Er musste schon am nächsten Tag in Berlin beim Bundespresseball spielen. Beim «Who is who» traf er auf jemanden, den er und seine Frau Christine seit langem besuchen wollen: Cornelius Speinle, Geschäftsführer und Küchenchef des Restaurants Dreizehn Sinne in Schlattingen und von Gault Millau als Entdeckung des Jahres gefeiert.

Erfolgreiche Thurgauer

Dass der Pianist und Sänger Raphael Jost Talent hat, ist bekannt. Dieses Jahr wurde er sogar mit dem Swiss Jazz Award ausgezeichnet. Bisher habe er immer bei den Clubs anrufen und nach Auftritten fragen müssen, sagte Jost, «jetzt rufen sie bei mir an, das ist schön.»

Auch sie ist gefragt: Lina Button stellte in Hagenwil Lieder aus ihrem neuen Album «Misty Mind» vor. Der Song «Out of Sight» wird ab Montag auf SRF 3 zu hören sein, verkündete die Pfynerin stolz: «Denn wenn er da nicht läuft, läuft er nirgends.»

Nicht nur musikalische Erfolge hat Dirigent Stefan Roth dieses Jahr gefeiert, sondern auch seine Freundin Petra zum Traualtar geführt. Der Antrag erfolgte stilecht – mit Kniefall.

Jung, jünger, am jüngsten: Moses Pirijok ist erst neun Jahre alt und studiert bereits am Mozarteum. Mutter Sarah war mit Moses und seinen beiden Brüdern Isaak (7) und Hiob (5) extra aus Salzburg angereist. Er sei auf Seite 30 im «Who is who» zu finden, erklärte Moses selbstbewusst. Wenn die Pirijok-Buben ihren originellen Kleiderstil beibehalten, haben sie gute Chancen, später von Jeroen van Rooijen entdeckt zu werden. Der Stilexperte hatte Ehefrau Nina mitgebracht und wurde von ihr modisch in den Schatten gestellt. Die Designerin kombinierte einen 30 Jahre alten japanischen Kimono mit schwarzem Rollkragenpulli, blickdichten Strümpfen und Ankleboots. Wer kann, der kann.

Vom Scheitel bis zur Sohle stets tadellos gekleidet ist Sportmoderator Lukas Studer. Er kam in Begleitung seines Vaters Karl. «Mein Vater hätte es mehr als ich verdient, im «Who is who» vertreten zu sein», meinte er bescheiden. Karl Studer ist Psychiater und war Chef der Psychiatrischen Klinik in Münsterlingen.

Das «Who is who 2015» liegt dieser TZ-Ausgabe bei.

Sarah Pirijok mit ihren Kindern Hiob, Musikwunderkind Moses und Isaak. (Bild: Andrea Stalder)

Sarah Pirijok mit ihren Kindern Hiob, Musikwunderkind Moses und Isaak. (Bild: Andrea Stalder)

Gymnastikerin Noëmi Amrhein, Hermann Hess und Monica Müller. (Bild: Andrea Stalder)

Gymnastikerin Noëmi Amrhein, Hermann Hess und Monica Müller. (Bild: Andrea Stalder)

Jurymitglied Bernhard Koch, Moderator Lukas Studer mit Vater Karl Studer. (Bild: Andrea Stalder)

Jurymitglied Bernhard Koch, Moderator Lukas Studer mit Vater Karl Studer. (Bild: Andrea Stalder)

Schwinger Samuel Giger, Hausi Leutenegger und Stefan Burkhalter. (Bild: Andrea Stalder)

Schwinger Samuel Giger, Hausi Leutenegger und Stefan Burkhalter. (Bild: Andrea Stalder)

Dirigent Stefan Roth mit Gattin Petra und Jazzmusiker Raphael Jost. (Bild: Andrea Stalder)

Dirigent Stefan Roth mit Gattin Petra und Jazzmusiker Raphael Jost. (Bild: Andrea Stalder)

Hackbrettspieler Nicolas Senn, Sängerin Lina Button, Moderator Reto Scherrer, Comedian Florian Rexer. (Bild: Andrea Stalder)

Hackbrettspieler Nicolas Senn, Sängerin Lina Button, Moderator Reto Scherrer, Comedian Florian Rexer. (Bild: Andrea Stalder)

Gourmet-Koch Cornelius Speinle, Schauspielerin Astrid Keller und Musiker Pepe Lienhard. (Bilder: Andrea Stalder)

Gourmet-Koch Cornelius Speinle, Schauspielerin Astrid Keller und Musiker Pepe Lienhard. (Bilder: Andrea Stalder)