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HERDERN: Kunst zum Anfassen

Die Gruppenausstellung mit elf Kunstschaffenden in der Tiefenmühle fand am Wochenende bei Jung und Alt grossen Anklang.
Christine Luley
Live Drawing mit der Illustratorin Rina Jost. (Bild: Christine Luley)

Live Drawing mit der Illustratorin Rina Jost. (Bild: Christine Luley)

HERDERN. «Togg, togg», der Ton erinnert an einen Glockenklang. Vor dem Eingang der Tiefenmühle bearbeitet Susan Kopp mit einem Flachmeissel ein grösseres Stück Sandstein. Als Vorlage dient der Bildhauerin und Malerin ein Schifferknoten aus Schnur. «Wollen Sie es mal versuchen?», fragt sie eine Besucherin.

Aus einem Nebenraum flimmern Bilder voller Leichtigkeit und zugleich Beklemmung. Andrea Stalder aus Herdern zeigt in ihrem visuellen Essay «Wo jeder Tag ein Ferientag ist», wie sie als Kind mit Familie und Verwandten jeweils einen paradiesischen Silvester bei ihrem Grossonkel und der geheimnisvollen Grosstante verbrachte.

Ganz andere Ein- oder Ausblicke präsentieren sich im grossen Ausstellungsraum. «Offenbaren diese Linien für uns einen neuen Horizont», sinniert eine Frau bei der Betrachtung von Stefan Rutishausers Werken und beginnt zu summen. Im Hinterkopf hat sie Carol Islers Hinweis, dass Rutishauser beim Mischen von Asche und Sand für seine Farbgeologien die Musik von Züri West höre.

Kunst zum Anschauen und Ausprobieren

An einer weiteren Wand hängen die schwarzen filigranen Bäume der Scherenschnittkünstlerin Sonja Züblin. «Diese Linde mit ihren feinen Verästelungen sieht aus wie ein Lungenflügel», stellt eine Besucherin fest.

Der Bildhauer Gabriel Mazenauer aus Müllheim drückt sich bei seinen Skulpturen mit Eisen, Holz und Metall aus. Ihm gefällt die Vielfalt der Ausstellung: «Spannend, die junge Generation mit ihren neuen Ausdrucksformen und -mitteln.»

Baustellen, wie das Sulzer- Areal während der Abbruchphase, haben es Monika Schmid aus Buch angetan. Das Thema temporäre Bauten begleitet auch bei ihren Skizzen für die Werkschau in Arbon. Abfallmaterialien wie Deckel von Schuhschachteln dienen ihr als Kunstrahmen.

Während der nächtlichen Führung mit Tobias Fischer spiegeln sich die Seerosen von Mark J. Huber im Licht der Taschenlampen gleich mehrfach im Teich. Der Schauspieler nimmt die Besucher mit auf einen Theaterbesuch und macht das Tuscheln und Raunen von Carol Islers «Saalgeflüster» hörbar. «Tolle Sache, dieses Kunstwochenende, hoffentlich gibt's eine Wiederholung», kommentierten die Gäste beim Ausklang an der Mühlebar.

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