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HERDERN: Geld für die grosse Gaudi

Am Donnerstagabend bewilligte die Gemeindeversammlung das Budget 2018 trotz eines Verlusts. Als Spezialgast begrüsste die Gemeinde Goldjunge Sven Bürki.
Christian Ruh
Gemeindepräsident Ulrich Marti (rechts) gratuliert Berufsweltmeister Sven Bürki. (Bild: Christian Ruh)

Gemeindepräsident Ulrich Marti (rechts) gratuliert Berufsweltmeister Sven Bürki. (Bild: Christian Ruh)

Christian Ruh

christian.ruh@thurgauerzeitung.ch

46 Stimmberechtigte haben sich am Donnerstagabend in der Turnhalle des Schulhauses Steinler eingefunden und wurden von Gemeindepräsident Ulrich Marti begrüsst. Nachdem er das Protokoll der vergangenen Gemeindeversammlung durchgegangen war, kam Marti auf das Herdermer Budget 2018 zu sprechen.

Bei einem Gesamtaufwand von rund 3,52 Millionen Franken rechnet die Gemeinde mit einem Verlust von 192000 Franken. Das zweite Mal wurde das Budget nach dem neuen Rechnungslegungsmodell HRM2 erstellt. «Wir können das neue Budget deswegen nur mit dem Jahr 2017 vergleichen, da der erste Rechnungsabschluss nach HRM2 noch aussteht», erklärte Marti. Der Budgetvorschlag des Gemeinderats wurde einstimmig bewilligt. Auch der Steuerfuss, der wie in den vergangenen Jahren bei 63 Prozent blieb, wurde angenommen.

Für Strassensanierung und Unterflurcontainer

Im Budget bereits enthalten war unter anderem der Kreditantrag für die Gesamtsanierung der Berghofstrasse. 305 Meter Strasse, die sich momentan in schlechtem Zustand befinden, sollen saniert werden. Der Voranschlag beträgt rund 1,07 Millionen Franken, davon soll rund ein Viertel durch die Vorfinanzierung beglichen werden. Der Rest stammt aus dem verfügbaren Eigenkapital von zwei Millionen Franken. Der Kreditantrag wurde ebenfalls angenommen. 45 Ja-Stimmen standen einer Nein-Stimme gegenüber. Zur Entlastung will der Gemeinderat 2018 ein Jahr Pause im Strassenbau einlegen, weswegen das Projekt erst 2019 umgesetzt werden soll. Dafür soll die Gemeinde im nächsten Jahr drei neue Unterflurcontainer bekommen, nachdem sie im vergangenen Jahr ihren ersten erhalten hatte. Ausserdem sollen die beiden Schaltanlagen «Im Sulz» und «Im Bick» ersetzt werden.

Eine hohe fünfstellige Summe fliesst im kommenden Jahr in die Festivitäten zum 20-jährigen Jubiläum der Politischen Gemeinde Herdern (siehe Kasten).

Zwei neue Bürgerinnen und ein Weltmeister

Der letzte offizielle Programmpunkt war die Einbürgerung der beiden in Herdern wohnhaften Mazedonierinnen Arijeta und Mirjeta Mustafi. Beide wurden gebeten, von ihren Hintergründen zu erzählen. Sie sind in der Schweiz auf die Welt gekommen, sind hier aufgewachsen und zur Schule gegangen. Mazedonien kennen sie nur aus den Ferien. Den mazedonischen Pass wollen sie aber, gerade für die Ferien, trotzdem behalten. Die Einbürgerung der beiden Frauen wurde von den Anwesenden per Stimmzettel mit 40 Ja-Stimmen zu sechs Nein-Stimmen bewilligt.

Zum Abschluss hielt Gemeindepräsident Ulrich Marti eine Ehrung für Sven Bürki. Der Lanzenneunforner Jungschreiner hat im Oktober bei den Berufsweltmeisterschaften «World Skills» die Goldmedaille als Möbelschreiner gewonnen. «Mit deiner Berufswahl lagst du wohl goldrichtig», gratulierte Marti und überreichte Bürki eine Flasche Wein und einen Umschlag, dessen Inhalt laut ihm «zum Steuern zahlen» zu gebrauchen sei.

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