Herdern feiert Komposch

Die erste Regierungsrätin aus Herdern feierte am Sonntagnachmittag mit Bevölkerung und Politprominenz. Mancher in der Gemeinde bedauert den Verlust der Frau Gemeindeammann.

Christine Luley
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Strahlend nimmt die frisch zur Regierungsrätin gewählte Cornelia Komposch in Herdern die Gratulationen der Bevölkerung entgegen. (Bild: Reto Martin)

Strahlend nimmt die frisch zur Regierungsrätin gewählte Cornelia Komposch in Herdern die Gratulationen der Bevölkerung entgegen. (Bild: Reto Martin)

HERDERN. Von der Ehre für das Dorf und dass man ihr den Erfolg gönne, war am Apéro im Foyer der Turnhalle in Herdern die Rede. Andreas Brühlmann sieht die Wahl als Belohnung für ihre politische Leistung. «Schade für uns, aber sie muss für sich schauen», sagt der Lehrer aus Lanzenneunforn. Cornelia Komposch geht auf die Menschen zu, empfängt Gratulationen. Nähe ist spürbar, Händeschütteln, Küsschen und Umarmungen.

«Wir verlieren unsere Cornelia»

«Wir sind stolz auf unsere Regierungsrätin», sagt Berta Frei. Die 85jährige Dame freut sich, dass Cornelia Komposch weiterhin im Dorf leben wird. «Wir hätten sie vermisst.» In seiner Begrüssung spricht Gemeinderat Franz Weber von den Verdiensten «unserer Cornelia», für die Gemeinde sei es ein Nachteil, sie zu verlieren, für den Thurgau aber ein Gewinn.

Claudius Graf-Schelling gratuliert seiner Nachfolgerin und teilt die Freude von Monika Knill und Carmen Haag über eine weitere tatkräftige Regierungsratskollegin. Er erntet ein Schmunzeln im Saal, als er Cornelia Komposch um einen schonenden Umgang mit den beiden verbleibenden Männern bittet.

Graf-Schelling verrät Interna: «Jakob Stark setzt es immer wieder arg zu, wenn er in der Thurgauer Zeitung lesen muss: <Stark alkoholisiert unterwegs». «Dabei kann ich Dir und der Festgemeinde versichern: topfnüchtern!» Auf ihren Weg als baldige Regierungsrätin erhält Komposch einen Thurgauer Rucksack, gefüllt mit wichtigen Informationen und Geschenken.

«Cornelia begegnet allen Menschen gleich herzlich, sie ist eine aufgestellte, inspirierende Persönlichkeit und ist ein Vorbild für junge Frauen», sagt die 28jährige Anja Aeschbacher aus Lanzenneunforn.

Riesenfreude am Tag der Frau

Grossratspräsidentin Sonja Wiesmann sieht die Wahl als Zeichen der Wertschätzung der Person Cornelia Komposch. Und schenkt ihr einen Apfelbaum und deponiert daran als Wunsch ein stets offenes Ohr für die Anliegen des Kantonsrates.

Kantonsrätin Katharina Winiger spricht von der Riesenfreude am 8. März, dem Tag der Frau, und dass mit der Regierungsratswahl einfach alles passe.

Cornelia Komposch sitzt in der ersten Reihe, ist gerührt und lässt sich feiern.

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