Helvetischer Kolonialist

Der Kesswiler Gärtner August Künzler (1901–1983) verliess 1929 die Schweiz Richtung Ostafrika. Innerhalb eines halben Jahrhunderts schaffte er im heutigen Tansania den Aufstieg vom Feldassistenten auf einer Plantage zum selbständigen Farmer, Grosswildhändler und Unternehmer.

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Der Kesswiler Gärtner August Künzler (1901–1983) verliess 1929 die Schweiz Richtung Ostafrika. Innerhalb eines halben Jahrhunderts schaffte er im heutigen Tansania den Aufstieg vom Feldassistenten auf einer Plantage zum selbständigen Farmer, Grosswildhändler und Unternehmer. Massgeblich prägte er den Landwirtschaftssektor von Tansanias Norden. Nachdem das Land 1961 die Unabhängigkeit erlangt hatte, verkaufte Künzler seine Betriebe schrittweise und kehrte 1979 in die Schweiz zurück. Von ihm initiierte Projekte der Entwicklungszusammenarbeit blieben mit seinem Tod 1983 unvollendet. Künzler war zweimal verheiratet und hatte eine Tochter.

Das Historisches Museum Thurgau zeigte 2014 Jahr die Ausstellung «August Künzler. Thurgau–Tanzania». (ch)