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Heisses Wasser statt Erdöl und Erdgas

Um ihre ausgedehnten Gewächshäuser-Kulturen zu heizen, benötigt die Firma Grob Gemüse in Schlattingen 20 Gigawattstunden Energie jährlich, was etwa zwei Millionen Liter Heizöl entspricht. Diese fossile Energie, die jährlich rund fünf Tonnen CO2-Emission verursacht, will Grob ersetzen.

Um ihre ausgedehnten Gewächshäuser-Kulturen zu heizen, benötigt die Firma Grob Gemüse in Schlattingen 20 Gigawattstunden Energie jährlich, was etwa zwei Millionen Liter Heizöl entspricht. Diese fossile Energie, die jährlich rund fünf Tonnen CO2-Emission verursacht, will Grob ersetzen. Der Betrieb hat 2010 sein Geothermie-Projekt an die Hand genommen. Mittels zweier Bohrungen suchte Grob im Untergrund nach genügend heissem Wasser. Die Bohrungen waren im März 2015 abgeschlossen. Die gefundenen Vorkommen liefern gut 60grädiges Wasser in genügender Menge, um die Treibhäuser zu heizen. Nach Beendigung der Bohrungen startete Grob den Langzeitpumpversuch an einem der beiden Bohrlöcher. Der Langzeitversuch ist notwendig, um genügend Daten über Temperatur, Menge und Qualität des geförderten Wassers zu erhalten. Die Daten dienen als Grundlage für die Beurteilung des Konzessionsgesuchs für einen langfristigen Betrieb der Anlage.

Grobs Geothermieprojekt geniesst im Kanton Thurgau Pioniercharakter. Der Kanton unterstützt das Vorhaben mit einer Risikogarantie. Im Erfolgsfall fliesst das Geld wieder an den Kanton zurück. (hil)

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