«Hauteingriffe faszinieren mich sehr»

Nachgefragt

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Die 19-jährige Selina Kourrout ist die Erste, die eine Lehre zur Medizinischen Praxisassistenz (MPA) im Kantonsspital Frauenfeld abgeschlossen hat. Obwohl es die Lehre schon lange gibt, bot das Spital 2014 erstmals einen Lehrplatz an.

Was unterscheidet die MPA-Lehre im Spital von einer Aus­bildung in einer Arztpraxis?

Es gibt keinen grundlegenden Unterschied. Im ersten Lehrjahr wurde ich in der Haut-Abteilung eingeführt. Das war für einen Einstieg etwas einseitig und bereits sehr spezialisiert. Wiederum sehr spannend war hingegen, dass ich in einem grösseren Labor und mit einem grossen Röntgengerät arbeiten konnte. Ich durfte bei Hauteingriffen assistieren, das fand ich sehr spannend. Es ist eine Aufgabe, die es in einer Praxis seltener gegeben hätte. Im zweiten Lehrjahr war ich dann in der Praxis in Stein am Rhein, die zum Spital gehört, und im dritten Jahr wieder zurück in der Haut-Abteilung des Kantonsspitals.

Waren Sie zufrieden mit der Ausbildung?

Ja, sehr. Der Ausbildungsort erfüllte meine Erwartungen, und der Beruf gefällt mir.

Wo arbeiten Sie jetzt? Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Ich arbeite noch bis Ende Monat im Spital. Dann werde ich für ein Jahr die Berufsmittelschule besuchen und parallel 20 Prozent im Spital in der Notfallpraxis arbeiten. Danach möchte ich wieder auf dem MPA-Beruf arbeiten, wo, weiss ich aber noch nicht.

Würden Sie die MPA-Aus­bildung im Spital weiter­empfehlen?

Ja, man muss einfach flexibel und offen sein. Man arbeitet immer wieder in anderen Teams und nicht, wie in der Arztpraxis, immer mit denselben Mitarbeitern zusammen. (dew)