Hausammann bremst am Gotthard

LANGRICKENBACH. Der Thurgauer SVP-Nationalrat Markus Hausammann ist Mitglied des Komitees, das gegen die zweite Gotthard-Röhre kämpft. Seine Partei hat hingegen den Lead in der Abstimmungskampagne für eine Annahme der Vorlage am 28. Februar 2016 übernommen.

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LANGRICKENBACH. Der Thurgauer SVP-Nationalrat Markus Hausammann ist Mitglied des Komitees, das gegen die zweite Gotthard-Röhre kämpft. Seine Partei hat hingegen den Lead in der Abstimmungskampagne für eine Annahme der Vorlage am 28. Februar 2016 übernommen. Auf Anfrage dementiert Hausammann eine Meldung des «Sonntags-Blicks», wonach er beim Fraktionschef der SVP-Bundeshausfraktion Adrian Amstutz habe «antraben» müssen und er von diesem «zurückgepfiffen» worden sei. Richtig sei, dass er im Nein-Komitee bleibe, sich aber «aus Rücksicht auf meine Partei» nicht weiter gegen die Gotthard-Röhre engagieren werde, zumal die Vorlage den Thurgau nicht betreffe. Er habe deswegen nicht mit Amstutz gesprochen.

Deutsche im Gotthardstau

Als er dem Nein-Komitee beigetreten sei, habe er nicht gewusst, dass die SVP den Lead der Ja-Kampagne übernehmen werde, sagt Hausammann, der auch Präsident des Verbands Thurgauer Landwirtschaft ist. Bei der Gotthard-Vorlage gehe es um die Frage, wo man Prioritäten setze: «Sind es wirklich die teuersten Staustunden, die Deutsche am Gotthard verbringen?» Die Meldung des «Sonntags-Blicks» kommentiert der Langrickenbacher mit Heiterkeit. «Sie zeigt, dass Boulevardjournalisten nicht schreiben können, was man ihnen sagt.»

Zu den Trägerorganisationen des Nein-Komitees gehören unter anderem die SP, die Grünen und der VCS. (wu)

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