Hauptpost zieht auf den Marktplatz

FRAUENFELD. Bald beginnen die Arbeiten für den Neubau der Hauptpost. Deshalb werden Kunden ab dem 26. Oktober in einem Provisorium auf dem Marktplatz bedient. Die anderen Filialen werden dann personell verstärkt.

Markus Zahnd
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Das Postprovisorium kommt auf die Südseite des Marktplatzes. (Bild: Markus Zahnd)

Das Postprovisorium kommt auf die Südseite des Marktplatzes. (Bild: Markus Zahnd)

Einige Frauenfelder werden sich noch daran erinnern. Denn bereits Anfang der 1980er-Jahre, beim letzten Umbau der Hauptpost, richtete das Unternehmen auf dem Marktplatz ein Provisorium ein. Ab dem Montag, 26. Oktober, werden Postkunden auf der Südseite des Marktplatzes in Richtung Marktstrasse bedient. «Nach dem Wechsel ins Provisorium wird das Hauptpostgebäude geräumt und für den Abbruch vorbereitet», heisst es in einem Mediencommuniqué. Die Arbeiten für den Neubau beginnen dann im Frühling 2016.

Fünf offene Schalter

Im Provisorium auf dem Marktplatz gibt es fünf offene Schalter. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert. Dasselbe gilt im wesentlichen auch für das Dienstleistungsangebot. Für Geschäftskunden entsteht unmittelbar neben dem Provisorium eine unbediente Aufgabestelle, der Zutritt erfolgt mit einem Badge. Ausserdem verfügt das Provisorium über einen behindertengerechten Schalter. «Mitte Oktober wird die Post die Bevölkerung mit einem Flugblatt im Detail über den Wechsel ins Provisorium und das Angebot am neuen Standort informieren», schreibt die Post.

Das Provisorium verfügt über einen Schalter weniger als die bisherige Poststelle Frauenfeld 1. Deshalb werden während der Bauzeit die Filialen Frauenfeld 2 im Talbach und Frauenfeld 3 im Kurzdorf personell verstärkt; in Frauenfeld Talbach wird ein zusätzlicher Schalter eingerichtet. In Frauenfeld beschäftigt die Post derzeit 25 Mitarbeiter sowie fünf Lernende. Nach dem Umbau wandelt die Post die beiden kleineren Filialen, wie schon länger geplant, dann in Postagenturen um.

Kosten von rund 35 Millionen

Wie die Post vor knapp einem Jahr bekanntgegeben hatte, wird der Altbau saniert und der 25jährige Erweiterungsbau abgebrochen. Umgesetzt wird ein Projekt des Frauenfelder Architekturbüros Staufer & Hasler. Im Hauptgebäude gibt es Büro- und Verkaufsräume sowie drei Wohnungen und Platz für ein Restaurant. Zwischen dem Alt- und dem Neubau entsteht ein offener Hof. In den neuen Teilen gibt es 46 Wohnungen sowie Büro- und Verkaufsräume.

Die Poststelle befindet sich künftig im Erdgeschoss des Neubaus und ist zur Rheinstrasse hin orientiert. Im ersten Stock zieht eine Postfinance-Filiale ein. Geplant ist auch eine Tiefgarage mit 58 Abstellplätzen sowie ein Schutzraum für 50 Personen. Die Investitionskosten betragen laut Baugesuch 34,7 Millionen Franken. Der Neubau soll im Frühling 2018 bezogen werden können.