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Harsche Reaktion der Staatsanwaltschaft

LIPPERSWIL. Der Schlagabtausch zwischen der Thurgauer Staatsanwaltschaft und dem Connyland geht in eine neue Runde. In einem Communiqué weist die Staatsanwaltschaft die Anschuldigungen des Freizeitparks zurück - und zwar "mit aller Vehemenz".
Das Connyland zweifelt die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft an. (Bild: Keystone)

Das Connyland zweifelt die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft an. (Bild: Keystone)

Am Freitag flammte die Affäre um zwei vor eineinhalb Jahren im Connyland verstorbene Delphine neu auf. Auslöser: Die Staatsanwaltschaft teilte nach zwei Gutachten mit, die Meeressäuger seien wegen einer durch Antibiotika-Abgabe hervorgerufenen Gehirnschädigung verendet. In der Folge zog Erich Brandenberger, Geschäftsführer des Connyland, diesen Befund massiv in Zweifel. Das Connyland gehe weiterhin davon aus, dass die Delphine von Dritten vergiftet worden seien, so der Freizeitpark. Die Aussagen der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen seien unwahr. Dem widerspricht die Staatsanwaltschaft nun in einem Communiqué dezidiert.

"Nur hinweisender Charakter"
"Aufgrund der getätigten Ermittlungen kann definitiv ausgeschlossen werden, dass die beiden Delfine Shadow und Chelmers von Drittpersonen vergiftet wurden", heisst es in einem am Montag veröffentlichten Communiqé der Thurgauer Staatsanwaltschaft zunächst. Zum Vorwurf des Connyland, bei den Delphinen sei das Opiumderivat Buprenorphin gefunden worden, hält die Staatsanwaltschaft fest, dies sei beim Vortest des Urins von Chelmers tatsächlich der Fall gewesen. "Dieses positive Resultat des Vortests konnte jedoch bei der Bestätigungsanalyse nicht mehr bestätigt werden", heisst es im Communiqué. Bei immunchemischen Prüfverfahren könnten Substanzen positive Befunde generieren, ohne dass eine Substanz der untersuchten Stoffgruppe vorhanden sei. "Daher müssen immer Bestätigungsanalysen durchgeführt werden, wenn aufgrund des Befundes Konsequenzen für den Betroffenen zu erwarten sind", so die Staatsanwaltschaft. Bestätigungsanalysen würden immer mit einem chromatographischen Verfahren durchgeführt. "Immunchemische Befunde haben lediglich hinweisenden Charakter. Nur bestätigte immunchemische Befunde haben beweisenden Charakter", so die Staatsanwaltschaft.

Die gleichen Proben verwendet
Dass in einer zweiten Untersuchung keine Spuren der Substanz Buprenorphin mehr gefunden worden sind, hatte das Connyland am Freitag auf unsachgemässe Lagerung der Kadaver zurückgeführt. Auch diesem Vorwurf widerspricht die Staatsanwaltschaft: "Das für die Bestätigungsanalyse verwendete Analysematerial stammt nämlich nicht von einer zweiten Untersuchung der Tierkadaver von Shadow und Chelmers." Vielmehr wurde das gleiche Asservat wie bereits beim Vortest verwendet. "Das Analysematerial war von Beginn weg beim Institut für Rechtsmedizin St.Gallen eingelagert und wurde dort auch fachmännisch aufbewahrt", so die Thurgauer Staatsanwaltschaft. Sie weist die Anschuldigungen des Geschäftsführers des Connyland "mit aller Vehemenz" zurück, wie sie mitteilt.

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