HANGRUTSCH: Bahnunterbruch dauert über eine Woche

Die Bahnlinie Weinfelden - Berg bleibt nach einem Hangrutsch wesentlich länger gesperrt als ursprünglich angenommen. Die SBB geben neu an, dass die Arbeiten bis Ende kommender Woche dauern werden.

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Der Hangrutsch bei Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Der Hangrutsch bei Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Am Mittwoch kurz nach 13 Uhr ereignete sich bei Kehlhof auf der SBB-Linie Weinfelden-Kreuzlingen ein Hangrutsch. Zunächst gingen die Verantwortlichen davon aus, dass die Zugstrecke bis Donnerstagabend Betriebsschluss gesperrt bleiben würde. Am Donnerstagvormittag dann wurde angegeben, dass die Arbeiten bis zum Betriebsschluss am kommenden Montag dauern würden. Nun teilen die SBB in einem Communiqué mit, dass die Bahnlinie bis Ende kommender Woche unterbrochen bleiben wird.

Untergrund muss komplett abgetragen werden
Umfassende Instandsetzungs-Arbeiten seien nach dem Hangrutsch nötig, schreiben die SBB. "Eine Lageanalyse der SBB-Fachspezialisten hat ergeben, dass der instabile Untergrund komplett abgetragen und ein zehn Meter hoher Damm neu gebaut werden muss". Da der verwendete Geröllbeton abbinden müsse, sei ein täglicher Baufortschritt von rund zwei Metern möglich, so die SBB. Erst in der Folge kann der Gleiskörper aufgebaut werden.

In der vergangenen Nacht wurden laut den SBB bereits erste Arbeiten ausgeführt - so etwa der Ausbau des betroffenen Gleisrosts auf rund 18 Metern Länge.

Ersatzbusse im Einsatz
Der Zeitpunkt der Wiedereröffnung der Strecke sei auch abhängig von der Witterung und dem Baufortschritt, teilen die SBB weiter mit. Die Fernverkehrszüge Zürich HB–Konstanz fallen zwischen Weinfelden und Konstanz aus. Reisenden nach Konstanz wird empfohlen, via Romanshorn–Kreuzlingen zu reisen. Die S-Bahnzüge S14 Weinfelden–Konstanz fallen zwischen Weinfelden und Berg aus. Es verkehren Ersatzbusse Weinfelden–Kehlhof–Berg. Zudem verkehren Ersatzbusse nonstop Weinfelden (xx.30) – Kreuzlingen und Kreuzlingen (xx.06) – Weinfelden. Kundenbetreuer stehen an den grösseren Bahnhöfen der Region im Einsatz. (pd/red.)