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HANDYREGELN: Thurgauer Schulen und wie sie mit der Handynutzung umgehen

Handys an Schulen sind ein heiss diskutiertes Thema. Die Ausbildungsstätten gehen dabei altersgerecht vor. An den Thurgauer Sekundar- und Primarschulen herrschen daher unterschiedliche Abmachungen.
Rossella Blattmann
Für viele Thurgauer Primarschulkinder gehören Handys zum Alltag. (Bild: Reto Martin)

Für viele Thurgauer Primarschulkinder gehören Handys zum Alltag. (Bild: Reto Martin)

Rossella Blattmann

rossella.blattmann@thurgauerzeitung.ch

Sie sind auf WhatsApp, Youtube, oder Instagram. Sie schiessen bereits fleissig Selfies. Für Thurgauer Schülerinnen und Schüler sind Handys nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken. Doch die Nutzung ist nicht an allen Schulen gleich geregelt: Je nach Altersstufe der Schüler gibt es Unterschiede bezüglich der Regeln zum Gebrauch von Smartphones.

Digital und analog ergänzen einander

An der Thomas-Bornhauser-Sekundarschule in Weinfelden seien Handys gewollt ein Teil des Unterrichts, sagt Schulleiter Andy Prinzing. «Bei uns gilt: unsere 13 bis 16-jährigen Schüler dürfen ihr Handy dabei haben, aber während des Unterrichts nicht benutzen», sagt er. Wenn Handys im Unterricht an der Thomas-Bornhauser-Sekundarschule gebraucht werden, dann werden sie als Lerngeräte eingesetzt. Auch an der Weinfelder Sek-Schule gilt ‹Bring your own device›, das heisst: die Jugendlichen bringen ihr eigenes Handy in den Unterricht mit.

«Wir sehen ein Handy nicht als Störfaktor, sondern als ein Lehrmittel. Genau so wie ein Fülli», sagt Prinzing. Analoges und digitales Arbeiten sind an der Thomas-Bornhauser-Sekundarschule kein Widerspruch; das eine schliesst das andere nicht aus. Die Schüler würden zum Beispiel mit ihren Mobiltelefonen Videos für den Unterricht filmen, sagt Prinzing. «Wenn die Jugendlichen etwas für den Unterricht recherchieren, müssen sie nicht extra einen der Schulcomputer aufstarten, sondern können die Recherche auf ihrem Handy durchführen», sagt Prinzing. Die Weinfelder Sekschüler würden via Handy auch verschiedene Umfrage-Tools benutzen oder Tonaufnahmen machen.

Für die Pausen gebe es keine Verbotsregeln, sagt Prinzing. Während Schullagern sehe es zum Teil anders aus. Fahre eine Klasse der Thomas-Bornhauser-Sekundarschule ins Lager, dann würden die verantwortlichen Lehrpersonen die Handynutzung der Teenager regeln, sagt er. Die Schulleitung mache den Lagerleitern diesbezüglich keine Vorgaben. «Es gab Lager, wo die Schüler das Handy mitnehmen durften, die Nutzung aber klar geregelt war. Aber wir hatten auch schon den Fall, wo die Schüler während eines Lagers ihr Handy daheim lassen mussten.»

Keine Handys für die Kleinen

Gebi Matthey, Schulleiter der Primarschule Kurzdorf in Frauenfeld, sagt, dass die Handynutzung für die Kurzdorfer Schüler klar geregelt sei. «Handys sind heute ein Bestandteil des Alltags, auch für Primarschulkinder», sagt er. Darum sei es wichtig, Regeln zur Handynutzung während des Schulunterrichts aufzustellen. «Bei uns gilt: die Schüler dürfen ein Handy dabei haben, aber man darf es weder sehen noch hören. Unter der Woche, wenn Nachmittagsunterricht stattfindet, gilt diese Regelung bis 17 Uhr. Am Mittwoch bis 12 Uhr, dann findet auch kein Nachmittagsunterricht statt», sagt Matthey. Während Klassenlagern und auf Schulausflügen würden grundsätzlich die gleichen Regeln gelten.

«An der Primarschule Matzingen sind Handys im Schulzimmer verboten», sagt Schulleiter Michael Bachmann. Auch auf dem Pausenplatz dürfen die Schüler keine Handys bei sich haben. Diese Regel gelte sowohl während der Schulzeiten als auch für die Zeit kurz vor und nach dem Unterricht. «Es gibt Ausnahmesituationen, wo die Kinder das Handy dabei haben dürfen», sagt Bachmann. «Etwa wenn sie nach der Schule direkt weiter müssen, können die Kinder ihre Handys zwar mitnehmen, aber erst nach der Schule benutzen.»

Ausnahmefall Skilager

Im Lager dürfen die Matzinger Schülerinnen und Schüler ihr Handy dabei haben. Doch die Nutzung ist geregelt. Mitte Februar fuhren eine fünfte und zwei sechste Klassen des Schulhauses «Chatzebuggel» ins Skilager. «Während der Anreise im Car durften die Schüler mit dem Handy Musik hören», sagt Bachmann. Handyspiele und Ähnliches seien aber während der Anreise verboten gewesen.

Während des Skilagers durften die Schüler ihr Handy benutzen und frei darüber verfügen. «Allerdings nur zwischen zirka 15.30, wenn die Schüler von der Piste zurückkehren, und 18.30 Uhr, wenn das Znacht beginnt. Vor dem Znacht müssen sie ihre Handys den Lehrpersonen abgeben. Letztere bewahren die Geräte in einer Kiste auf. Die Schülerinnen und Schüler bekommen ihr Handy dann am folgenden Tag, wenn sie am Nachmittag von der Piste zurück kehren, wieder zurück», sagt Bachmann.

In diesen drei Stunden durften die Matzinger Mädchen und Jungen frei über ihr Smartphone verfügen, fügt Michael Bachmann hinzu. Für hohe Handyrechnungen oder Handyverlust übernehme die Schule keine Verantwortung. Dies sei vor der Abreise in die Berge in einem Elternbrief kommuniziert worden, sagt er.

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