Haag will mehr Parkplätze für Pendler

FRAUENFELD. Die Zahl der Pendler hat im Thurgau stark zugenommen. Doch in jedem Auto, das unterwegs ist, sitzen durchschnittlich nur 1,12 Personen. Zu wenig, findet BDP-Kantonsrat Hans Peter Grunder (Fruthwilen).

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FRAUENFELD. Die Zahl der Pendler hat im Thurgau stark zugenommen. Doch in jedem Auto, das unterwegs ist, sitzen durchschnittlich nur 1,12 Personen. Zu wenig, findet BDP-Kantonsrat Hans Peter Grunder (Fruthwilen). Um die Autos zu füllen, sollen Pendlern bei Autobahnanschlüssen Parkplätze zur Verfügung gestellt werden, damit sie umsteigen und gemeinsam fahren können. In einem Vorstoss hat Grunder den Regierungsrat gefragt, ob das Angebot an Parkplätzen ausreichend ist. Das ist es, meinte der Regierungsrat. Mit dieser Antwort ist Grunder aber nicht zufrieden. «Es gibt ein Bedürfnis.» Er habe schliesslich den Vorstoss gemacht, weil seine Wähler ihn darauf angesprochen haben, dass es beim Autobahnanschluss Kreuzlingen Nord gar keine Parkplätze gibt. «Ausgerechnet dort, wo die Autobahn A7 anfängt.»

Im Norden fehlen Parkplätze

Dass es in Kreuzlingen Nord keine Parkplätze gibt, hat der Regierungsrat zwar festgestellt. Doch er geht in seiner Antwort davon aus, dass das Bedürfnis danach beim Anschluss Kreuzlingen Süd ausreichend abgedeckt ist. «Es ist doch keine sinnvolle Lösung, wenn man davon ausgeht, dass Pendler durch die ganze Stadt Kreuzlingen fahren, um zum Parkplatz zu gelangen», sagt Grunder. «Die Stadt ist sowieso schon stark durch den Verkehr belastet.»

Nach der Antwort des Regierungsrates wurde Grunder mit erstaunten Reaktionen konfrontiert. «Es gibt also ein Bedürfnis», sagt er. Das dieses beim Kanton nicht angemeldet werde, liege wohl daran, dass es sich um Pendler aus dem grenznahen Deutschland handle oder um deutsche Pendler, die in Kreuzlingen leben. «Sie kennen unser politisches System nicht und sind sich nicht bewusst, dass sie etwas bewirken können.»

Eine Idee hat Grunder schon

Grunder hat nun die zuständige Regierungsrätin Carmen Haag damit konfrontiert. Sie zeigt sich bereit, die Sache nochmals an die Hand zu nehmen. «Wir haben eine Bestandesaufnahme gemacht und keine Hinweise darauf, dass in Kreuzlingen Nord ein Bedürfnis besteht», sagt sie. Sie will deshalb nochmals über die Bücher. «Ich werde das Thema mit dem Kantonsingenieur anschauen.» Grunder hat sogar bereits eine Fläche vorgeschlagen. Die Parkplätze könnten neben der Landi, bei der Zollhofstrasse, zu stehen kommen. «Wir werden prüfen, ob das geht», sagt Haag. Grunder freut sich, dass möglicherweise doch noch Bewegung in die Parkplatzsituation kommt. (mvl)

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