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Gysi will in die Regierung

Die Wiler SP-Stadträtin Barbara Gysi will als Nachfolgerin von Kathrin Hilber in die St. Galler Regierung. Die SP-Ortspartei Wil schlägt sie als Kandidatin vor.
Barbara Gysi ist seit elf Jahren Stadträtin in Wil. (Bild: sme.)

Barbara Gysi ist seit elf Jahren Stadträtin in Wil. (Bild: sme.)

Frau Gysi, Ihre Partei schlägt Sie als Kandidatin für die Regierungsratswahl vor. Der Zeitpunkt überrascht, da Sie den ersten Ersatzplatz für den Nationalrat belegen und bei einer Wahl Paul Rechsteiners in den Ständerat in die grosse Kammer nachrücken können. Glauben Sie nicht, dass er in die kleine Kammer gewählt wird?

Barbara Gysi: Ich traue Paul Rechsteiner auf jeden Fall einen Wahlsieg zu. Sonst würde ich ihn ja nicht unterstützen. Meine Kandidatur musste bis Ende Oktober eingereicht werden, auch wenn die Wahlen erst im nächsten Jahr stattfinden werden. Der parteiinterne Fahrplan der SP sieht dies so vor.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen für eine Wahl in den Regierungsrat ein?

Gysi: Ich habe parteiintern starke Konkurrenz, das ist mir bewusst. Wenn ich nicht an meine Chancen glauben würde, hätte ich mich nicht für eine Kandidatur zur Verfügung gestellt.

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, zwischen einem Sitz im Nationalrat und einem Regierungsratssitz im Kanton St. Gallen zu wählen, wofür würden Sie sich entscheiden?

Gysi: Ich würde die Exekutive wählen, sie liegt mir näher. Meine Stärken liegen im lösungsorientierten Arbeiten, dem Aufgreifen von Themen, dem Führen von Leuten. Ich habe während elf Jahren als Wiler Stadträtin in diesen Bereichen Erfahrungen sammeln können. Meine Fähigkeiten kämen in der Regierung besser zum Tragen. Das heisst aber nicht, dass ich nicht auch im Nationalrat gute Arbeit leisten könnte. Ich habe viel Energie in meinen Wahlkampf bei den nationalen Wahlen gesteckt. Das zeigt, dass ich motiviert bin.

Wann haben Sie sich für eine Regierungsratskandidatur entschieden?

Gysi: Der Entscheid fiel eine Woche vor den nationalen Wahlen. Ich habe lange abgewogen und aufgrund meiner Stärken entschieden. Die Bestätigung aus meinem Umfeld hat mich dann in meinem Entschluss bestärkt.

Was machen Sie, wenn am 27. November Paul Rechsteiner in den Ständerat gewählt wird? Verzichten Sie auf einen Nationalratssitz im Hinblick auf ihre Kandidatur in den Regierungsrat?

Gysi: Sollte Paul Rechsteiner gewählt werden, dann gehe ich im Dezember nach Bern. Auch wenn es nur für ein halbes Jahr sein sollte. Die Erfahrungen, die ich dort machen kann, wären auch bei einem Wechsel in die Regierung sehr wertvoll.

Interview: Monique Stäger

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