Grünzeug braucht viel Wasser

Der Zweckverband Wasserversorgung Seerücken West blickt auf ein herausforderndes Jahr zurück. Privathaushalte und Gemüsebauern bezogen viel Wasser, was die Reservoirs strapazierte.

Margrith Pfister-Kübler
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Ingrid von Känel Präsidentin Wasserversorgung Seerücken West (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Ingrid von Känel Präsidentin Wasserversorgung Seerücken West (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

HOMBURG. Im 2017 sinken die Grundgebühren für die Verbandsgemeinden gesamthaft um 20 000 Franken – von 60 000 auf 40 000 Franken. Diese frohe Botschaft gab Ingrid von Känel-Meier, Präsidentin des Zweckverbandes Wasserversorgung Seerücken West (WSW) an der Delegiertenversammlung am Mittwochabend im «Haidenhaus» bekannt. Wie viel das pro Gemeinde ausmacht, hängt vom jeweiligen Wasserverbrauch ab.

Leitungsbau abgeschlossen

Dieser Mitteilung gingen im Schnellzugstempo die Jahresberichte, Rechnung und Budget voran, die alle ohne Diskussion einstimmig genehmigt wurden. Ingrid von Känel hat im Juni 2015 das Präsidium von Gerhard Kiefer übernommen. Kiefer war noch dafür besorgt, dass der Ersatz der Wasserleitung von Moorwilen nach Ammenhausen vollständig abgeschlossen werden konnte. «Aus meiner Sicht ist das Betriebsjahr 2015 problemlos verlaufen» sagte die Präsidentin und dankte speziell dem Betriebswart Martin Weber, dessen Stellvertreter Albert Weber und dem Rechnungsführer Paul Maag für deren Arbeit.

Maag beleuchtete die Details der Rechnung 2015. Budgetiert war ein Verlust von 21 000 Franken und abgeschlossen wurde mit einem Vorschlag von 6103 Franken. Speziell dankte er den Gemeinden Herdern und Hüttwilen, die ihren Wasserverbrauch steigerten. Auch die Zahlungsmoral der Gemeinden für die Rückzahlungen an die Netzerweiterung wurden gelobt.

Mehr Wasser vom See

Wasserwart Martin Weber bezeichnete den Sommer 2015 als Herausforderung. «Wegen des erhöhten Wasserverbrauchs in den Haushaltungen und dem hohen Verbrauch für Bewässerung von Gemüsefeldern leerten sich die Reservoirs teilweise bis aufs Minimum», hielt Weber in seinem Bericht fest.

Der Wasserverbrauch – das heisst die Menge des von den Gemeinden vom WSW bezogenen Wassers – stieg von 276 829 Kubik im Jahr 2014 auf 292 000 Kubik im vergangenen. Der WSW hat zudem mehr Seewasser zugekauft. 2015 waren es 11 518 Kubikmeter, im Vorjahr 6471 Kubikmeter.

Die Wasserqualität wurde durch sechs reguläre Proben untersucht. Zusätzlich führte das kantonale Labor drei amtliche Proben durch. Bei allen Proben war die Wasserqualität gut.