Grosser Bedarf an neuer Ausbildung

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Nachwuchs Leiter von Sportvereinen können ab 18 Jahren eine J+S-Ausbildung machen und erhalten erst ab dann eine Entschädigung von Bund und Kanton. Doch Vereine müssen die Jugendlichen schon früher nachnehmen, wie Hanu Fehr vom Sportamt Thurgau sagt. Denn das Problem ist, dass viele Mädchen und Jungen in der Adoleszenz aus den Vereinen austreten. Damit fehlen potenzielle Leiter. Dieses Frühjahr hat der Kanton daher ein Pilotprojekt gestartet, um den Leiternachwuchs gezielt zu fördern. Mit «FutureCoach» können bereits 15- bis 17-Jährige an die Leitertätigkeit herangeführt werden. Dafür muss aber der Kanton in die Kasse greifen.

Das Projekt besteht aus drei Teilen. Einerseits besuchen die Jugendlichen einen Ausbildungstag, an dem ihnen die Grundlagen des Leitens vermittelt werden. «Sie lernen zum Beispiel, wie man vor eine Gruppe hinsteht», erklärt Fehr. Andererseits wird jeder Nachwuchsleiter durch das Gotti/Götti-System von ausgebildeten J+S-Leitern begleitet. Und schliesslich werden mit dem kantonalen Projekt Unterstützungsbeiträge gesprochen: Einsätze eines «FutureCoaches» werden mit fünf Franken pro Training, Lagerhalbtag oder Wettkampf unterstützt, damit die Vereine das Engagement der Jugendlichen entschädigen können. Zwei Ausbildungstage wurden bereits durchgeführt. «Beide waren ausgebucht, wie auch der im Herbst geplante Tag», sagt Fehr. Der grosse Andrang zeige, dass der Bedarf da sei. «Wir werden deshalb weitermachen.» (lsf)