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Grosser Arbeitsaufwand für Thurgauer Justiz

Während acht Jahren verübten mehrere Personen Einbrüche in der Schweiz. Gemäss Bundesstrafgericht muss der Kanton Thurgau das Strafverfahren gegen die Fensterbohrer-Einbrecher durchführen.
Urs-Peter Inderbitzin

BELLINZONA. Zwischen 2003 und 2011 fanden in den Kantonen Zürich, Aargau, Zug und Thurgau unzählige Einbrüche statt. Die Täter bedienten sich jeweils immer derselben Methode: Mit einem Hand- oder Akkubohrer wird ein Loch in den Fensterrahmen gesetzt und mit einem Draht wird der Fensterriegel geöffnet.

39 Einbruchdiebstähle

Nach einem Einbruch in Baar (ZG) konnte der kriminaltechnische Dienst der Zuger Polizei eine DNA-Spur sichern. Ein Abgleich in der Datenbank ergab einen Treffen auf einen heute 47jährigen Kroaten, der am 15. Dezember 2011 in Steinhausen zusammen mit einem mutmasslichen Komplizen, einem 49jährigen Kroaten, verhaftet werden konnte. Ihnen wird im Moment vorgeworfen, insgesamt 39 Fensterbohrer-Einbruchdiebstähle begangen zu haben.

Schwerste Tat im Thurgau

In der Folge entbrannte zwischen den diversen kantonalen Untersuchungsbehörden eine Diskussion, welcher Kanton das Strafverfahren durchzuführen hat. In solchen Fällen ist jener Kanton zuständig, in welchem zuerst mit der schwersten Strafe bedrohte Taten stattgefunden hatten. Zwar wurden die ersten Einbrüche mit der Fensterbohrer-Methode im Jahre 2003 im Kanton Zürich verübt, allerdings mutmasslich vom Kroaten alleine. Die ersten bandenmässig begangenen Diebstähle – und damit die schwersten der zu beurteilenden Taten – fanden jedoch im Kanton Thurgau statt: Den Kroaten wird vorgeworfen, im Thurgau in der Zeit vom 1. bis 23. November 2004 eine Serie von 17 Einbruchdiebstählen verübt zu haben. Damit war für das Bundesstrafgericht klar, dass der Thurgau für die weitere Strafuntersuchung und für die Verurteilung der Täter zuständig ist.

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