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«Grosse Chance für ausländische Arbeiter»

Auch bei der Familie Müller in Steinebrunn hat die Ernte dieses Jahr sehr früh begonnen. «Vorzüglich» sei sie bislang, sagt Werner Müller, Vater von Matthias, der den Betrieb leitet. «Die Erdbeeren haben ein hervorragendes Aroma – besser könnte es nicht sein», frohlockt er.
Im Sitzen pflücken: Der Wagen erleichtert die Arbeit. (Bild: Reto Martin)

Im Sitzen pflücken: Der Wagen erleichtert die Arbeit. (Bild: Reto Martin)

Auch bei der Familie Müller in Steinebrunn hat die Ernte dieses Jahr sehr früh begonnen. «Vorzüglich» sei sie bislang, sagt Werner Müller, Vater von Matthias, der den Betrieb leitet. «Die Erdbeeren haben ein hervorragendes Aroma – besser könnte es nicht sein», frohlockt er. Die Trockenheit habe zudem dafür gesorgt, dass keine Schnecken die Pflanzen befielen und beschädigten.

Sorgen bereiten ihm die Temperaturen in den nächsten Tagen. «Wenn es zu warm wird, werden die Erdbeeren kleiner, die Erträge schrumpfen.» Deshalb wünscht sich Müller nicht die prognostizierten 26, sondern eher lauwarme 18 Grad.

«Treu, fleissig und lernbereit»

14 Hektaren Beerensträucher bewirtschaften Müllers. 40 bis 50 Personen helfen während der Erdbeerernte auf den Feldern mit. Einige wenige stossen für die Himbeerernte noch hinzu. «Der Grossteil der Leute stammt aus Portugal und Polen. Wir haben aber auch Helfer aus Rumänien, Lettland und der Slowakei.» Die Portugiesen bezeichnet Werner Müller als «treu, fleissig und sehr lernbereit». Einige seien schon seit 15 oder 20 Jahren dabei und hätten die ganze Entwicklung des Betriebs miterlebt und -gestaltet. «Manche sind mit der ganzen Familie hier und bleiben das ganze Jahr in der Schweiz.» Andere gehen nach sieben bis neun Monaten wieder in die Heimat.

«Für die Leute ist das Arbeiten in der Schweiz eine grosse Chance», sagt Müller. Deshalb besteht eine lange Warteliste für Jobs auf den Beerenfeldern. «Vor allem ausländische Studenten möchten sich so in den Semesterferien etwas hinzuverdienen.»

Arbeiter frühzeitig angemeldet

Dank der Personenfreizügigkeit profitiert auch der Betrieb der Familie Müller von erleichterten Bedingungen für die Rekrutierung ausländischer Helfer. Deshalb bereitete ihnen auch der frühe Erntestart keine grossen Probleme. «Wir haben unsere Arbeiter frühzeitig beim Kanton angemeldet und die Arbeitsbewilligungen bereits per 1. Mai beantragt.» Viele stünden auf Abruf bereit und seien flexibel – so zum Beispiel Hausfrauen aus Polen.

Trotzdem hätte Werner Müller gerne noch einige zusätzliche Beerenpflücker. Diese kommen am 1. Juni. «Bis dahin kommen wir schon irgendwie über die Runden», sagt Müller schmunzelnd.

Thomas Ammann

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