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GROSSBRAND: Nach dem Steckborner Altstadtbrand werden zwei Beschuldigte angeklagt

Zu Weihnachten vor mehr als zwei Jahren zerstörte ein Brand mehrere Häuser. Nun haben zwei Beschuldigte den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft abgelehnt - das Gericht muss entscheiden.
Ines Biedenkapp
Der Grossbrand kurz vor Weihnachten 2015 zerstörte mehrere Häuser der Steckborner Altstadt. (Bild: Reto Martin)

Der Grossbrand kurz vor Weihnachten 2015 zerstörte mehrere Häuser der Steckborner Altstadt. (Bild: Reto Martin)

Kurz vor Weihnachten 2015 löste eine Batterie einen Grossbrand in der Steckborner Innenstadt aus. In diesen Tagen hat nun die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen ihre strafrechtliche Beurteilung abgeschlossen. «Die Beschuldigten haben den Tatbestand nicht eingestanden», bestätigt Stefan Haffter als Sprecher der Staatsanwaltschaft eine Meldung des «Boten vom Untersee». Deshalb kann die Staatsanwaltschaft keinen Strafbefehl erlassen.

«Da die Staatsanwaltschaft wegen der Untersuchung die Verdachtsgründe jedoch als hinreichend erachtet, wird beim Gericht Anklage erhoben», sagt Haffter. Es geht um «fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst».

Drei historische Häuser zerstört

Es war eigentlich Glück im Unglück: Kurz vor Weihnachten 2015 standen mehrere Häuser in der Innenstadt von Steckborn in Flammen. Immer wieder mussten die Einsatzkräfte Glutnester löschen. Die Feuerwehr war rund um die Uhr und mehrere Tage im Einsatz. Das Unglück machte 33 Menschen obdachlos.

Drei Personen kamen aus vorsorglichen Gründen ins Spital. Der Schaden belief sich auf sechs Millionen Franken.

Und ein wenig Glück stand auch den Feuerwehrleuten bei: An den Tagen der Feuersbrunst herrschte kein Wind. Andernfalls, da war sich Feuerwehrkommandant von Steckborn, Reto Fischer, sicher, wären auch Häuser in der Kirchgasse, und ebenso noch mehr Häuser an der Seestrasse vollständig zerstört worden. Drei historische Häuser brannten komplett nieder. Brandauslöser war eine überhitzte Lithium-Ionen-Batterie eines Modellautos.

Im alltäglichen Gebrauch

Lithium-Ionen-Batterien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir finden sie in Handys, Tablets und Notebooks. Auch Akkus von E-Bikes und Elektroautos benutzen die Energiespeicher. In der Regel gelten sie als sicher, können bei Überhitzung aber ein Feuer auslösen, wie im Fall von Steckborn. Forschern der ETH Zürich gelang es, einen Akku zu entwickeln, bei dem Elektroden und Elektrolyte aus festen chemischen Verbindungen stehen, was als sicherer gilt. (ibi)

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