Grillplausch mit ernsten Themen

BALTERSWIL. Die CVP Bichelsee-Balterswil hat gestern ein politisches Grillfest organisiert. Die grosse Ansammlung an Politprominenz und das Kinderjodelchörli Tannzapfenland zogen unerwartet viele Besucher an.

Christoph Heer
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Ständerätin Brigitte Häberli, Moderator Armin Menzi und Nationalrat Hansjörg Walter diskutieren über die Flüchtlingskrise in Europa. (Bilder: Christoph Heer)

Ständerätin Brigitte Häberli, Moderator Armin Menzi und Nationalrat Hansjörg Walter diskutieren über die Flüchtlingskrise in Europa. (Bilder: Christoph Heer)

Bei einer Bratwurst über Politik diskutieren. Das war das Ziel der CVP Bichelsee-Balterswil, die den Politgrill auf die Beine stellte. Schon im Vorfeld erklärte Organisator Richard Peter, dass er an diesem herrlichen Sonntagmorgen die ernst zu nehmende Politik mit einem gemütlichen Grillplausch an einem tollen Ort verbinden will. Die Bürgerhütte zeichnete sich einmal mehr als überaus geeigneter Standort aus; auch für ein Politpodium. Und so kam es, dass die CVP-Ortspartei regelrecht überrannt wurde, «denn wir haben ungefähr mit 40 Besuchern gerechnet. Gekommen sind an die 100, was uns natürlich riesig freut», sagte Richard Peter. Auch die ganze Umrahmung mit dem Kinderjodelchörli Tannzapfenland und den hochsommerlich warmen Temperaturen passten zum gemütlichen dreistündigen Anlass.

Flüchtlingsdramen beschäftigen

Die in drei Podien aufgeteilten Themen wurden dank des Journalisten und hier als Moderator fungierenden Armin Menzi kurz, aber doch aufschlussreich behandelt. Immer wieder kam das Thema der momentan herrschenden Flüchtlingsdramen zur Sprache. «Ich bin erschüttert und diese Problematik darf und wird nicht spurlos an uns vorbei gehen», sagte Ständerätin Brigitte Häberli. Nationalrat Hansjörg Walter fügte an, dass sich solche Dramen wie eben dasjenige in Österreich mit dem Tod von über 70 Flüchtlingen in einem Laster noch viel mehr abspielen. «Publik werden nur ganz wenige solch trauriger Fälle. Diese Schlepperbanden funktionieren wie ein Drogenkartell, top organisiert und dementsprechend schwierig, das zu unterbinden.» Walter betonte, dass uns das Thema Migration in den kommenden Jahrzehnten begleiten wird. Es war nicht das Ziel der Organisatoren, auf harte Diskussionen zu setzen. Vielmehr sollte es den Besuchern ermöglicht werden, die Kandidaten für den Nationalrat und Ständerat kennen zu lernen, welche sich im Oktober der Wahl stellen. Trotzdem hätte man sich gut und gerne etwas mehr Pfeffer in den Antworten des doch sehr prominent besetzten Podiums erhofft.

Moderator sorgt für Brisanz

So lag es vielfach an Moderator Armin Menzi, für eine gewisse Brisanz zu sorgen. Themen wie Energie und Umwelt, Migration und Integration sowie Wirtschaft hätten es erlaubt, etwas mehr aus sich heraus zu gehen und Fakten auf den Tisch zu legen. Immerhin, einige Parteiparolen waren spürbar, insbesondere von den Jungpolitikern. Claudia Weber oder Karin Brühlmann (beide Jung-CVP) hinterliessen eine positive Duftmarke ihres politischen Wissens.