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Grenzenlose Zusammenarbeit

Zu ihrem Neujahrsapéro luden die Gewerbevereine aus Aadorf und Elgg gemeinsam ein. Gastgeberin war die Holzbaufirma Paul Baumgartner AG.
Kurt Lichtensteiger

Zum zweiten Mal in den letzten Jahren bauten der Gewerbeverein Aadorf (GVA) und der Handwerker- und Gewerbeverein Elgg (HGV) bei der Organisation ihres traditionellen Neujahrsapéros auf eine Zusammenarbeit.

Ein weiteres Zeichen dafür, dass Kantonsgrenzen keine Hindernisse sind, um Synergien zu gewinnen. Schliesslich bilden Aadorf und Elgg einen Mikro-Wirtschaftsraum, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache mag ein verstärktes Miteinander auf verschiedener Ebene, wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich, erstrebenswert zu sein.

Beim abendlichen Rundgang gewährten Paul und Ivo Baumgartner einen Einblick in die 72-jährige Firmengeschichte. Die Baumgartner AG, Holzbau und Architektur, mag Aussenstehenden bekannt sein als Erbauerin von Reithallen. Zwar hat sie in diesem Bereich zweifellos ihre Fachkompetenz bewiesen und gegen 100 derartige Gebäude erstellt, doch sie darauf zu reduzieren, wäre falsch. Die Firma ist nämlich auch Anbieterin von Wohn- und Industriebauten, landwirtschaftlichen Gebäuden wie Ställe und Remisen, Büros und sogar Brücken. Sie beschäftigt 32 Mitarbeitende, wovon vier Lernende. «Diese bleiben zu 80 Prozent dem Ausbildungsbetrieb treu, weshalb wir praktisch keine Personalprobleme kennen», sagte Paul Baumgartner in seinem Referat.

Bei der Besichtigung der drei Hallen und des Bürogebäudes ist es den Interessierten nicht entgangen, dass auch im Holzbau ohne digitalisierte und hochtechnologisierte Maschinen nicht konkurrenzfähig und zukunftsorientiert gearbeitet werden kann. «In den letzten Jahren sind über 1,3 Millionen Franken investiert worden», sagte Ivo Baumgartner, zuständig für Architektur und Planung. Das CNC-Holz-Bearbeitungscenter, die Abbundanlage und der Elementtisch in der Produktionshalle standen besonders im Fokus. In einer Präsentation war ein zwölf Tonnen schwerer und 17 Meter hoher Liftschacht aus Holz sowie ein hölzernes Treppenhaus, eingebaut bei der Firma Heim AG in Aadorf, ein anschauliches Beispiel innovativer Schaffenskraft. Als entscheidender Schritt sei 2015 die Anpassung der Brandschutzvorschriften gewesen, wodurch auch mehrgeschossige Holzbauten möglich wurden, erklärte Paul Baumgartner.

Zum Schluss überreichte die Elgger HGV-Vizepräsidentin Sonja Bisang Firmenmitinhaber Paul Baumgartner zwei Bälle. Das sinnbildliche Geschenk weist auf die kommende Elgger Gewerbemesse hin, wo unter anderem als Besonderheit die längste Kügelibahn der Erde für Aufsehen sorgen dürfte.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

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