Graf-Litscher will in den Ständerat

FRAUENFELD. Die SP Thurgau will ihren Sitz im Ständerat zurückgewinnen, den sie mit Thomas Onken von 1987 bis 1999 gehalten hat. Sie schickt dafür Nationalrätin Edith Graf-Litscher ins Rennen.

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Kann sich nach ihrer Brustkrebserkrankung wieder voll engagieren: Edith Graf-Litscher. (Bild: Archiv/Reto Martin)

Kann sich nach ihrer Brustkrebserkrankung wieder voll engagieren: Edith Graf-Litscher. (Bild: Archiv/Reto Martin)

Im Kanton Thurgau zeichnet sich ein spannendes Rennen um die zwei frei werdenden Ständeratssitze von Philipp Stähelin (CVP) und Hermann Bürgi (SVP) ab. Wie die SP heute mitteilt, will sie mit Nationalrätin Edith Graf-Litscher in die Ausmarchung steigen. Bereits nominiert ist von der CVP Nationalrätin Brigitte Häberli. Die FDP schlägt ihren Delegierten Max Vögeli zur Nomination vor. Bei der SVP kommt es zu einer internen Ausmarchung zwischen alt Regierungsrat Roland Eberle und Kantonsrat Urs Schneider.

«Brückenbauerin»
Edith Graf-Litscher ist seit 2005 Mitglied des Nationalrats. «Sie hat sich landesweit einen Namen gemacht mit ihrem Engagement für die Komplementärmedizin, setzt sich ein im Bereich Patienten- und Konsumentenrechte und ist fokussiert auf das brennende Thema öffentlicher Verkehr», schreibt ihre Partei in einer Medienmitteilung. Sie lobt Graf-Litscher für ihre Fähigkeit, Brücken zu bauen und zu mobilisieren. Parteipräsidentin Barbara Kern: «Edith Graf-Litscher ist für die SP des Kantons Thurgau die ideale Kandidatin. Sie pflegt engen Kontakt zur Bevölkerung, weiss, was die Menschen bewegt und hat ihre Fähigkeit, diese Anliegen in Bern erfolgreich zu vertreten, schon mehrfach bewiesen.»

Von Brustkrebs geheilt
Edith Graf-Litscher hat im vergangenen Jahr wegen einer Brustkrebserkrankung ein halbes Jahr pausiert und die Parlamentsgeschäfte in dieser Frühlingssession wieder aufgenommen. «Ich bin wieder gesund und sehr glücklich darüber, dass ich mich - um einige sehr existenzielle Erfahrungen reicher – nun wieder voll in der Politik und im Beruf engagieren kann», sagt sie. Die Geschäftsleitung schlägt den Delegierten der SP Thurgau Edith Graf-Litscher am ordentlichen Parteitag vom 26. April zur Nomination als Ständeratskandidatin vor.