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GOTTLIEBEN: Gottlieber sind sehr gelassen

Trotz des Hochwassers geht der Alltag weiter. Viele Bürger haben vorgesorgt. Die einen setzen ihre Verkaufsregale auf Stelzen, die anderen fahren ihre Autos aus der Tiefgarage.
Marco Zala/Inge Staub
Sie geht ihrer gewohnten Arbeit nach: Christina Frei wäscht ihre Färbetücher. (Bild: Inge Staub)

Sie geht ihrer gewohnten Arbeit nach: Christina Frei wäscht ihre Färbetücher. (Bild: Inge Staub)

GOTTLIEBEN. Sie lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, die Bürgerinnen und Bürger von Gottlieben. Während die Geschäftsführerin des Seecafé darauf wartet, dass sie ihre ausquartierten Möbel wieder zurückschaffen kann, gehen die übrigen Bewohner ihrem Alltag wie gewohnt nach.

Am Brunnen waschen

Nur zwei Gehminuten vom Seecafé entfernt wäscht Christina Frei ihre Färbetücher im Brunnen aus. Mit Gummihandschuhen und Schürze ausgerüstet, wringt sie ihre Tücher aus. Sie färbt zwei- bis dreimal wöchentlich sechs Kilogramm Seide mit Pflanzen ein.

Ihre Produkte bietet sie in ihrem Seiden-Atelier zum Verkauf an. «Wir sind verschont geblieben», sagt sie. Der Boden des Ladens ist trocken. Doch fällt auf, dass die Regale, in denen Christina Frei ihre Garne stapelt, auf Stahl-Füssen stehen. «Die haben wir nach dem Hochwasser von 1999 anbringen lassen», erzählt sie. Allerdings ist seitdem kein Wasser mehr in das alte Haus eingedrungen. Als in den vergangenen Tagen das Wasser immer höher und höher stieg, seien viele in Panik ausgebrochen. «Ich mache mich jetzt nicht verrückt», sagt die Seiden-Handwerkerin.

Im Dorf aufgewachsen

Dennoch verfolgt auch sie die Wasserstandsmeldungen. «Wir hatten in diesem Winter wenig Schnee», sagt sie. «Ich hoffe deshalb, dass der Alpenrhein nur Regen und wenig Wasser aus der Schneeschmelze bringt.»

Christina Frei, die im Haus in der Kirchstrasse 25 aufgewachsen ist, ist froh, dass die alten Häuser im Dorf noch mit Steinen gemauert wurden, die das Wasser eher abhalten. «Auch ist es gut, dass wir keinen Keller haben.»

Autos rausgestellt

Die Besitzer der neueren Häuser mit Tiefgarage müssen da schon eher bangen. «Wir haben vorsichtshalber die Autos rausgestellt, sagt Theresia Girrbach, die am Dorfeingang wohnt. Bisher sei jedoch noch kein Wasser ins Innere gelangt. «Für uns ist die Lage nicht so schlimm.»

Am meisten ärgert die Gottlieber nicht, dass das Wasser steigt und steigt, sondern dass enorm viele Schaulustige anreisen. Sie stapfen barfuss durchs Wasser und fotografieren.

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