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Gold für den perfekten Schuss

ROMANSHORN. Der Romanshorner Bogenschütze Niko Tomsic gewann an den Weltmeisterschaften in Estland die Goldmedaille. Dies kam für den 59-Jährigen nicht sehr überraschend. Er galt von Anfang an als Favorit. Er freut sich, dass sich die intensiven Trainingsphasen ausgezahlt haben.
Marie-Theres Brühwiler
Noch trainiert Weltmeister Niko Tomsic in der Halle. (Bild: pd)

Noch trainiert Weltmeister Niko Tomsic in der Halle. (Bild: pd)

Das Ziel ins Visier nehmen, den Bogen anspannen und Schuss. Dass Niko Tomsic dies beherrscht, hat er vor gut drei Wochen gezeigt. Der Bogenschütze aus Romanshorn hat sich an den Hallenweltmeisterschaften in Estland die Goldmedaille gesichert.

«Zwei Jahre nachdem ich meine ersten Bogenschiessversuche gemacht hatte, überredeten mich meine Kollegen zur Teilnahme an einem Turnier», sagt Niko Tomsic. Die Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Nach Siegen an regionalen Turnieren wurde der Romanshorner im Jahre 2013 erstmals Schweizer Meister. «Dies spornte mich natürlich weiter an», erinnert sich der Senkrechtstarter.

Gold war keine Überraschung

Als er daraufhin an den Europameisterschaften in San Marino die Silbermedaille gewann, wusste der 59-Jährige, dass auch international einiges drinlag. Akribisch bereitete er sich auf die Hallenweltmeisterschaften 2015 in Pärnu in Estland vor. Er tüftelte zusammen mit dem Hersteller an seinen Compoundbogen, verfeinerte seine Technik, arbeitete mental und nutzte jede freie Minute, um auf dem Trainingsgelände seines Vereins in St. Gallen zu trainieren. Niko Tomsic setzt seit Beginn seiner Karriere auf den Compoundbogen. Dabei wird nicht wie beim Langbogen instinktiv, sondern mit Visier geschossen.

Als Favorit startete er an der WM perfekt in das Turnier und gab die Führung während des viertägigen Wettkampfes nie aus der Hand. Sein Exploit Ende März in der Kategorie VMFU (Veteran Male Freestyle Unlimited) kam nicht überraschend. «WM-Gold war ganz klar mein Ziel.» Dass aber nur ein einziger der jüngeren Profis aus den starken Bogenschiessnationen wie Estland, Frankreich, den Niederlanden, Kanada und Ungarn seine Marke von 876 Punkten übertroffen habe, sei auch für ihn überraschend gekommen, strahlt der neue Weltmeister.

Hohe Anforderungen

«Wer in dieser Sportart erfolgreich sein will, muss mental sehr stark sein, sich extrem gut konzentrieren können und nur das Ziel für den nächsten Schuss vor Augen haben», sagt Tomsic. Wichtig sei neben der Technik aber auch die Kraft, weiss der gelernte Maschinenmechaniker. Denn pro Pfeil müssen knapp 30 Kilogramm sechs bis zehn Sekunden auf Zug gehalten werden. Ein winziger Millimeter kann auf der Zielscheibe eine Abweichung von zehn Zentimetern bedeuten. In intensiven Trainingsphasen schiesst Tomsic bis zu 1000 Pfeile wöchentlich.

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