Glace, Glühwein, gut

Am Schlossberg läuft’s. Der Gelati-di-Sogno-Stand ist seit kurzem wieder offen und bleibt neu einen Monat länger. Winter-Heissgetränke gibt’s heuer schon Mitte November. Die Stadt ist zufrieden mit der Aufwertung.

Mathias Frei
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Thomas Maier vor seinem Glacestand im neu holzverkleideten Container. (Bild: Mathias Frei)

Thomas Maier vor seinem Glacestand im neu holzverkleideten Container. (Bild: Mathias Frei)

Mathias Frei

mathias.frei

@thurgauerzeitung.ch

Safran, Kaffee GT, Energy, Kürbis, am Schluss Lebkuchen –und das alles in Glaceform. Das sind nur einige von Thomas Maiers Gelati-Kreationen, die es in den kommenden Monaten am Stand von Gelati di Sogno am Schlossberg zu schlecken gibt. Die Glace machte den Anfang, verwandelte den Schlossberg aus einem Schnellparkplatz für Autos in eine Piazza, wo man sich trifft. «Es gibt keinen besseren Verkaufsstandort in Frauenfeld», sagt Maier. Er bietet hier in der fünften Sommersaison hausgemachte Glace an. 25 Sorten sind immer auf der Karte. Dazu gibt’s einen wechselnden, saisonal angepassten Wochenhit, im Herbst eben zum Beispiel Kürbis und Lebkuchen.

Maier hat investiert und ausgebaut. Anstelle des Glacewagens steht nun ein schmucker holzverkleideter Container, der Lagerraum bietet und ein WC für die Angestellten. Dank des Containers kann Maier nun zeitgleich den Wagen und die zwei Kühltheken vermieten. Auch die Karte ist grösser geworden. Neu sind Frappé, warme Waffeln mit Glace, Brioches und Coffee-to-go. Sonntags steht zudem ein kleines Coupe-Sortiment zur Diskussion.

Im Milchhüsli entsteht schwarze Vanille

Maier betreibt «Gelati di Sogno» weiterhin neben einem Vollzeit-Job. In einem ehemaligen Milchhüsli tüftelt er an neuen Kreationen –etwa schwarze Vanille– und stellt die Glace dort her, die es neu einen Monat länger am Schlossberg gibt. «Gelati di Sogno» bleibt bis Ende Oktober.

Auch der andere Maier –die beiden Maier sind nicht verwandt– hat seine Standzeit verlängert. Hanspeter Maiers Glühweinburg öffnet schon Mitte statt Ende November und steht damit zwei ganze Monate, traditionell bis zum Bechtelistag. Für die Nutzung des 100 Quadratmeter grossen Schlossbergplatzes ist der städtische Werkhof zuständig. Der besagte Platz habe sich zu einem Hot-Spot entwickelt und «ist nicht mehr wegzudenken», sagt Werkhof-Amtsleiter Markus Graf. Die Schlossberg-Platznutzung sei immer wieder ein Thema gewesen. Die Idee, den Platz zu bespielen, stammt aus den Planungen der Bahnhofplatz-Umgestaltung. Dann sei Thomas Maier gekommen und habe wegen eines geeigneten Orts angefragt. Klar war nur: Der Platz am Sämannsbrunnen ist Standaktionen vorbehalten, seien diese von Parteien oder auch Vereinen.

Der Erfolg der beiden Herren Maier bestätigt Markus Grafs Entscheid für den Schlossberg. Er ist mit der Aufwertung des Platzes zufrieden. «Dabei war es uns immer wichtig, dass es kein 08/15-Angebot gibt am Schlossberg. Es soll etwas Spezielles sein.» So gab es schon einen Stand mit ungarischer Küche, bei dem aber die Öffnungszeiten zu wenig regelmässig waren, und kürzlich könnte man Crepes und Smoothies am Schlossberg kaufen. Gemäss Graf kostet die Nutzung von öffentlichem Grund pro Quadratmeter und Saison 40 Franken. Im Ausnahmefall kann laut Reglement bis zu 60 Franken verrechnet werden. Diese Ansätze gelten auch für Glace und Glühwein. Aus Grafs Sicht werde die Belegungsdichte so weitergeführt, eventuell noch leicht ausgebaut. Deshalb hat die Stadt in den vergangenen Jahren Infrastruktur für Wasser, Abwasser und Strom erstellt oder ergänzt. An die Kosten von gegen 10000 Franken zahlen die Hauptnutzer, Thomas Maier und Hanspeter Maier, jährlich einen Beitrag.

Glacestand Gelati di Sogno am Schlossberg: Mo bis Fr, 11 – 19 Uhr; Sa, 11 – 18 Uhr; So, 12 – 18 Uhr, jedoch nur bei guter Witterung. www.gelatidisogno.ch