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GIFTKLASSE: Kantonslabor rügt Onlineshops

Die Vorschriften nicht eingehalten: Der Kanton kritisiert 50 von 52 Onlinehändler von chemischen Produkten.
Silvan Meile

Die Fachstelle Chemie des kantonalen Labors hat sich für Kontrollen ins Internet begeben. Weil auch der Handel von Chemikalien vermehrt online abgewickelt wird, nahm der Kanton diesen unter die Lupe. Die Fachstelle Chemikalien inspizierte 52 Onlineshops mit Sitz im Thurgau. «Im Speziellen wurde überprüft, ob besonders gefährliche Chemikalien zum Verkauf angeboten werden, die nicht für den privaten Verwender vorgesehen sind», schreibt das kantonale Laboratorium in einem Bericht. Zudem wurden die spezifischen Vorschriften zum Bewerben von Chemikalien kontrolliert.

Der Käufer muss sich über Risiken informieren können

«Erfreulicherweise wurden in keinem der kontrollierten Onlineshops besonders gefährliche Produkte für private Verwender angeboten», hält der Bericht fest. Ein miserables Bild zeigt sich aber bei den Werbevorschriften. «50 von 52 Onlineshops mussten punkto Werbung beanstandet werden.» Diesbezüglich schreibt das kantonale Labor, dass «in allgemeinverständlicher und deutlich lesbarer oder hörbarer Form auf die gefährlichen Eigenschaften von chemischen Produkten hingewiesen werden» muss. Zudem dürfe die Werbung für diese Produkte nicht irreführend sein, und Hinweise wie «ungiftig» oder «unschädlich» seien bei gefährlichen chemischen Produkten nicht erlaubt. Und vor dem Kauf müssen sich die Verwender über die tatsächlichen Risiken für die Gesundheit und die Umwelt informieren können.

Diese Voraussetzungen waren offensichtlich in den meisten Onlineshops nicht vorschriftsgemäss erfüllt. Viele der Verantwortlichen von Internetshops hätten die chemikalienrechtlichen Werbevorschriften nicht oder nur ungenügend gekannt, hält der Bericht fest. Das hätten Gespräche gezeigt. Die Fachstelle Chemie werde ihre Kontrollen in diesem Bereich deshalb verstärken.

Silvan Meile

silvan.meile@thurgauerzeitung.ch

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