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"Gift kann zweifelsfrei ausgeschlossen werden"

Für den zuständigen Staatsanwalt Stefan Haffter ist nach den abgeschlossenen Untersuchungen klar, dass die beiden Delfine im Connyland nicht an den Folgen von Gift gestorben sind, sondern Antibiotika die massgebende Rolle spielte. Die Strafuntersuchungen seien nicht auf die Verantwortlichen des Connyland ausgedehnt worden, da keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorgelegen seien.
Die sensiblen Meeressäuger sind lauf Untersuchungsbericht an den Folgen einer Antibiotika-Behandlung verendet. (Bild: Reto Martin)

Die sensiblen Meeressäuger sind lauf Untersuchungsbericht an den Folgen einer Antibiotika-Behandlung verendet. (Bild: Reto Martin)

Kann definitiv ausgeschlossen werden, dass die beiden Delfine vergiftet wurden?
Stefan Haffter: Ja, dies kann definitiv ausgeschlossen werden. Aufgrund der eingeholten Gutachten steht zweifelsfrei fest, dass die Delfine Shadow und Chelmers an einer Hirnschädigung gestorben sind. Ursache dieser Hirnschädigung war bei beiden Delfinen eine zu hohe Dosierung beziehungsweise eine zu lange Verabreichung des Medikamentes Metronidazol. Dieses Medikament stammt aus der Stoffgruppe der Antibiotika und wird zur Behandlung von Infektionen eingesetzt.

Es wurde ins Feld gefüht, dass die Delfine von Drittpersonen vergiftet wurden, indem diesen Opiate etc. verabreicht worden seien. Wie steht es damit?
Haffter: Zur Klärung dieser Frage wurde ein toxikologisches Zusatzgutachten eingeholt. Weder im Blut noch im Urin von Shadow und Chelmers konnten Buprenorphin (Opiat), Amphetamine (stimulierend), Cinchonin, Metaboliten von Dimetinden, Blei (Schwermetall) oder Quecksilber (Schwermetall) nachgewiesen werden. Diese Stoffe können somit als Todesursache ausgeschlossen werden.

Es war die Rede davon, dass Aufbruchspuren vorhanden waren, was dafür spricht, dass sich unberechtigte Personen Zutritt zu den Delfinen verschafft haben. Wie steht es damit?
Haffter: Die kriminaltechnischen Untersuchungen führten zum eindeutigen Ergebnis, dass keinerlei manipulativen Spuren vorhanden waren. Vielmehr konnten nur ganz normale Gebrauchsspuren festgestellt werden.

Wurde auch eine Strafuntersuchung gegen die Verantwortlichen des Connyland geführt?
Haffter: Im Rahmen der Strafuntersuchung im Zusammenhang mit dem Tod der Delfine Shadow und Chelmers wurde der Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend und sorgfältig abgeklärt. Hätten sich Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten der Verantwortlichen oder Angestellten des Conny-Land ergeben, wäre die Strafuntersuchung auf diese Personen ausgedehnt worden. Dies war jedoch nicht der Fall.

Interview: Ida Sandl

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