GEWINN: Millionen für den Kanton

Die EKT-Gruppe erreichte im Geschäftsjahr 2015/16 einen Gewinn von 8 Millionen Franken. Der Kanton erhält eine Dividende von 7,5 Millionen.

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Die EKT-Gruppe legte der Generalversammlung der EKT Holding AG einen positiven Geschäftsabschluss 2015/16 vor. Das Betriebsergebnis (Ebit) fällt mit acht Millionen Franken erfreulich aus. Der Unternehmensgewinn beläuft sich ebenfalls auf acht Millionen Franken. Das Geschäftsjahr wurde auf das Kalenderjahr umgestellt, daher umfasst die Berichtsperiode 15 Monate (1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2016). Die Generalversammlung bestätigte die Auszahlung einer Dividende von 7,5 Millionen Franken an ihren Aktionär, den Kanton Thurgau. Zusammen mit den direkten Steuern leistet die EKT damit einen Beitrag von insgesamt 9,5 Millionen Franken an die öffentliche Hand.

«Die Strommarktöffnung verlangt viel von uns. Wir stecken mitten im Umbruch. Ich freue mich daher, dass die EKT-Mitarbeitenden auch dieses Jahr wieder ein positives Betriebsergebnis erzielt haben», sagte CEO Jolanda Eichenberger.

Die EKT konnte ihren jährlichen Energieabsatz ab 2017 um über zehn Prozent oder 150 Gigawattstunden auf 1,4 Terawattstunden erhöhen. Massgeblich dazu beigetragen haben elf Thurgauer Gemeinden, die seit der teilweisen Strommarktöffnung im Jahr 2009 ihre Energie bei anderen Anbietern beschafften und jetzt entschieden haben, ab Anfang 2017 ihren Bedarf wieder bei der EKT einzukaufen. Die Energiepreise zogen im Dezember erstmals seit Jahren wieder leicht an. Die EKT rechnet aber weiterhin mit äusserst geringen Margen im Energiegeschäft.

Im Telekommunikationsgeschäft zeigen sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnkurve nach oben. Zwei Thurgauer Gemeinden haben sich 2016 entschieden, ihr Glasfasernetz gemeinsam mit der EKT zu bauen.

In das Netz investiert

Im Zuge der Digitalisierung wird das Datennetz künftig beim Thema «Internet der Dinge» eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig wachsen aufgrund der zunehmenden unvorhersehbaren Energiequellen wie Wind oder Sonnenschein die Anforderungen an ein intelligentes Stromnetz und den Betrieb von Netzen. Seit Juli 2016 steuert die EKT nun als eines der ersten Kantonswerke in der Schweiz ihr Stromnetz mit der neuesten digitalen Technologie und ist damit gut vorbereitet für die neuen Anforderungen. Die EKT investierte im vergangenen Geschäftsjahr 10,9 Millionen Franken in die Modernisierung und den Unterhalt der Netzinfrastruktur.

«Im Alleingang wird es künftig immer schwieriger, im Markt zu bestehen. Wir suchen daher in verschiedenen Geschäftsbereichen nachhaltige Partnerschaften», erklärte Peter Schütz, Verwaltungsratspräsident der EKTGruppe. Einen ersten Erfolg konnte die EKT bei der Zusammenarbeit mit dem Multimediaspezialisten Leucom Stafag AG verbuchen. Die Datennetze beider Unternehmen werden in einer eigenständigen Gesellschaft, der Leucom EKT AG, ­betrieben werden. Aktuell hat die EKT AG zusammen mit den Schaffhauser Energieversorgungsunternehmen SH Power und EKS AG eine Absichtserklärung unterschrieben, in der sie die Prüfung einer gemeinsamen Netzbetreibergesellschaft angekündigt haben. (red)

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