Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Gewehre und Pistolen bleiben liegen

Bei einer Einbruchserie werden die Schützen von Aadorf und Guntershausen am schwersten getroffen. Unbekannte stehlen ihnen die Einnahmen aus ihrem Fusionsschiessen. Für die Waffen interessieren sich die Täter hingegen nicht.
Kurt Lichtensteiger
Die aufgewuchtete Eingangstüre des Schützenhauses ist provisorisch repariert worden.

Die aufgewuchtete Eingangstüre des Schützenhauses ist provisorisch repariert worden.

AADORF. Noch steht das Festzelt vor dem Schützenhaus Steig in Aadorf, wo über zwei Juniwochenenden das Fusionsschiessen der vereinigten Schützen aus Aadorf und Guntershausen stattgefunden hat und noch ausgetragen wird. Doch vom Geld, das bisher die Festkasse geäufnet hat, ist nichts mehr übrig geblieben.

Mit Trennscheibe geöffnet

Eine bisher unbekannte Täterschaft hatte es eindeutig auf Bares abgesehen. Und ist auch fündig geworden. Allerdings erst, nachdem diese die Türen zu verschiedenen Räumlichkeiten gewaltsam geöffnet und in allen Ecken und Enden gewütet hatte. Zum Erschrecken eines 300-Meter-Schützen, der am Mittwochmorgen zufällig im Schützenhaus zu tun hatte und die Bescherung ansehen musste: Die Eingangstüre war aufgewuchtet, Zylinder waren abgebrochen und der Tresorraum war mit einer Trennscheibe geöffnet worden. Dort waren auch Gewehre, Pistolen und Munition eingeschlossen, doch diese Objekte schien die Täterschaft nicht zu interessieren. Selbst ein Pistolenkoffer wurde geöffnet, doch die Pistole liegen gelassen. Ebenso blieben die Laptops unangetastet. Gemäss einem Verantwortlichen des Schützenvereins wird mit einer Schadenssumme von 15 000 bis 20 000 Franken gerechnet. Ein Stich ins Herz sei natürlich für die Veranstalter des Fusionsschiessens, dass in der Festkasse nun gähnende Leere herrsche. Eine polizeiliche Anzeige sei unverzüglich in die Wege geleitet worden, wonach der Erkennungsdienst seine Arbeit in Angriff genommen habe.

In der gleichen Nacht wurde auch bei «Keramik Kappeler» an der Weiernstrasse eingebrochen, unweit des eingangs erwähnten Tatorts. Dort wurden verpackte Fräsenblätter und Zigaretten gestohlen, allerdings kein Bargeld, weil schlicht keines vorhanden war. Trotzdem kann der angerichtete Schaden auf rund 3000 Franken beziffert werden. «Das ist hier nun der fünfte Einbruch in den letzten 13 Jahren», ärgert sich die Geschäftsinhaberin.

Etwas weiter östlich wurde an der Industriestrasse 6 schliesslich noch der «Letter-Shop» von Roger und Marianne Liefert von Einbrechern heimgesucht. Dabei wurden die Eingangstüre aufgebrochen und die Bewegungsmelder zerstört. Alle Kästen wurden durchsucht und eine Geldkassette mit wenig Geld ist abhanden gekommen. «Es ist zwar nichts Weiteres zerstört worden, doch bleiben uns neben der Schadenssumme von einigen hundert Franken unliebsame Umtriebe.»

Umzug steht bevor

Davor stehen die beiden so oder so, denn auf 1. September verlegen sie den Geschäftssitz 250 Meter nördlich in den Dock C der Vibraplast. Das bisherige Haus mit inliegendem Gewerbebetrieb, bekannt als «Haus Frauenknecht» – Frauenknecht hatte vor Jahrzehnten als Mirage-Spion für Schlagzeilen gesorgt – soll abgebrochen werden. An seiner Stelle entstehen zwei Mehrfamilienhäuser.

Im Tresor lagerten auch Waffen und Munition. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Im Tresor lagerten auch Waffen und Munition. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.