Getürkte Proben haben Nachspiel

FRAUENFELD. Die Affäre um den Thurgauer Bauern, der einem Labor getürkte Proben zur Überprüfung auf den Erreger der Rinderseuche BVD geschickt hat, beschäftigt nun auch die Politik. SVP-Kantonsrat Moritz Tanner (Winden) reicht morgen Mittwoch eine Einfache Anfrage ein.

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FRAUENFELD. Die Affäre um den Thurgauer Bauern, der einem Labor getürkte Proben zur Überprüfung auf den Erreger der Rinderseuche BVD geschickt hat, beschäftigt nun auch die Politik. SVP-Kantonsrat Moritz Tanner (Winden) reicht morgen Mittwoch eine Einfache Anfrage ein. Er verlangt vom Regierungsrat Auskunft, wie es möglich ist, dass das Labor jahrelang die getürkten Proben nicht beanstandete.

Auch will Tanner wissen, wer die Arbeit des privaten Labors überprüft, das die Proben für den Thurgau analysiert. Weiter fragt er, ob die BVD-Untersuchungsergebnisse nach diesem Fall überhaupt aussagekräftig sind.

Alle neugeborenen Kälber müssen auf den BVD-Erreger überprüft werden. Erst wenn sie als BVD-frei gekennzeichnet sind, darf der Tierhalter sie zum Beispiel verkaufen oder zur Sömmerung auf die Alp schicken. Die für den Test nötigen Gewebeproben nimmt der Bauer selber und schickt sie ins Labor.

Ein Braunauer Bauer hat während dreier Jahre nicht Gewebe seiner Kälber, sondern eigene Haut, Rossmist oder Plastik ans Labor geschickt, ohne dass dies beanstandet worden wäre (TZ vom 8. und 10. Februar). Gegen ihn läuft bereits ein Strafverfahren. (wid)

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