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GESUNDHEIT: Komplementärmedizin im Dienste der Psychiatrie

Mehrere Fachreferenten beschäftigten sich in Littenheid mit der Frage, wie die Komplementärmedizin bei der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen helfen kann.
Stephan Mark Stirnimann

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten am 4. Tag der Komplementärmedizin die Möglichkeit, zwischen den Hauptreferaten selber gleich «Patient» in drei unterschiedlichen therapeutischen Szenarien zu sein. Eingeladen zur Veranstaltung in der Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Clienia Littenheid AG hatte der Dachverband Komplementärmedizin Komed Regio Thurgau.

Nach den Begrüssungsworten und der Vorstellung zur Geschichte und dem Auftrag der Clienia Littenheid AG durch Silke Bachmann verkündete die soeben aus der Bundesratssitzung zurückgekehrte Edith Graf-Litscher den Entscheid des Bundesrates, dass ärztliche Leistungen der Komplementärmedizin definitiv von der Grundversicherung vergütet werden.

Urindiagnose anstelle von Blutanalyse

Die SP-Nationalrätin erklärte, dass sie sich in ihrer Rolle als Präsidentin von Komed Regio Thurgau ganz besonders darüber freue. Voraussetzung für die Vergütung sei, dass die komplementärmedizinischen Methoden von einem Schulmediziner mit erworbenem FMH-Fachausweis in den entsprechenden Tätigkeitsfeldern praktiziert würden.

Im ersten Referat «Biochemie des Glücks» gewann Matthias Heiliger die Zustimmung der Zuhörer, dass «alles im Leben eine Frage der Regulation» sei. Er habe seit geraumer Zeit das Messer weggelegt und arbeite dank seines Paradigmenwechsels hauptsächlich in der Salutogenese (Gesundheitsentstehung) und im Bereich des «Active Agings» – weiterhin «unter der Würde und Wahrung der Schulmedizin». Damit setzte er ein klares Bekenntnis zur Anwendung der Komplementärmedizin in der Psychiatrie. Weiter sagte Matthias Heiliger, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis man von der heutigen Blutanalytik zu einer Urindiagnostik wechseln würde, da in diesem Bereich viel mehr Anhaltspunkte herauszulesen seien.

Mit den Sinnen Lebensräume betreten

Zwischen den Referaten konnten die Teilnehmer unter fachkundlicher Anleitung Therapieformen kennen lernen oder sich diese von anderen Kollegen vorführen lassen. Nach der Aufteilung der Gruppe gab es Erklärungen und Vorführungen zur Musik-, Tanz-, Bewegungs- und Ergotherapie. Anschliessend stellten Pflegefachpersonen der Clienia Littenheid ihre Spezialisationen vor, nämlich Aromapflege sowie die Ohrakupunktur, die auch kurz Nada (National Acupuncture Detoxification Association) genannt wird. Im letzten Referat des Tages zeigte Michael Brabetz auf, wie die Integration der Komplementärmedizin in die stationäre psychiatrische Behandlung gelingen kann.

Stephan Mark Stirnimann

thurgau@thurgauerzeitung.ch

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